Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Prognose für den Goldpreis um rund zehn Prozent gesenkt. Die Bank geht davon aus, dass es in diesem Jahr keine weiteren Zinssenkungen geben wird – eine Entwicklung, die sowohl für Gold als auch für Kryptowährungen ungünstig ist.
Zusammengefasst:
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Goldman Sachs senkt seine Prognose für den Goldpreis Ende 2026 von 5.400 auf 4.900 US-Dollar je Feinunze.
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Die Bank erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen in diesem Jahr nicht weiter senkt und erste Zinssenkungen auf März 2027 verschiebt.
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Sowohl Gold als auch Bitcoin stehen unter Druck: Bitcoin hat seit seinem Höchststand rund die Hälfte seines Wertes verloren, Gold etwa ein Viertel.
Erwartete Zinssenkungen verschoben
Goldman Sachs hat seine Erwartungen für den Goldpreis um 500 US-Dollar nach unten korrigiert, berichtet Bloomberg. Während die Bank zuvor noch von einem Goldpreis von 5.400 US-Dollar Ende 2026 ausging, rechnet sie nun mit 4.900 US-Dollar je Feinunze.
Die Prognose wurde angepasst, weil die Bank in diesem Jahr keine weiteren Zinssenkungen mehr erwartet. Die Inflation bleibt hartnäckig hoch, und Goldman Sachs geht davon aus, dass dies auch im weiteren Verlauf des Jahres 2026 so bleiben wird.
Der neue Vorsitzende der US-Notenbank gilt zudem als entschiedener Inflationsbekämpfer und Kritiker einer lockeren Geldpolitik. In einer jüngsten Rede erklärte er, dass die Zentralbank künftig weniger Hinweise auf ihre zukünftige Politik geben werde.
Goldman Sachs erwartet nun, dass die ersten Zinssenkungen erst im März 2027 erfolgen werden.
Schlechte Nachrichten für Gold und Krypto
Die Zinspolitik hat erheblichen Einfluss auf die Finanzmärkte. Analysten zufolge führt ein niedriges Zinsniveau dazu, dass mehr Geld im Umlauf ist, was die Kurse von Vermögenswerten unterstützt. Hohe Zinsen können dagegen die Dynamik an den Märkten bremsen.
Seit dem Rekordhoch von rund 5.600 US-Dollar je Feinunze ist der Goldpreis bereits um etwa 25 Prozent auf aktuell 4.150 US-Dollar je Feinunze gefallen. Bitcoin verzeichnete seit seinem Höchststand von 126.000 US-Dollar einen noch stärkeren Rückgang und verlor seitdem rund die Hälfte seines Wertes.
Beide Anlageklassen warten nach einer längeren Konsolidierungsphase auf neue Impulse. Es zeichnet sich jedoch zunehmend ab, dass diese eher aus anderen Bereichen kommen müssen als aus der US-amerikanischen Zinspolitik.






