Amal Bell Amal Bell
3 min. Lesedauer

Geldwäsche-Ermittlungen: Razzia bei Deutscher Bank

icon-finance
Finanz Nachric…
Geldwäsche-Ermittlungen: Razzia bei Deutscher Bank

Foto: testing / Shutterstock

Einen Tag bevor die Deutsche Bank ihre Jahresergebnisse präsentieren wollte, ist das größte deutsche Kreditinstitut erneut in den Fokus der Justiz geraten. Heute durchsuchten Ermittler der Frankfurter Staatsanwaltschaft die Konzernzentrale sowie weitere Standorte des Instituts im Rahmen eines umfangreichen Geldwäscheverfahrens.

Auch in Berlin waren Beamte des Bundeskriminalamts im Einsatz.

Trump-Krise in Venezuela: So reagieren die Märkte
Trump-Krise in Venezuela: So reagieren die Märkte

Fokus auf möglichen Meldeversäumnissen der Bank

Laut Staatsanwaltschaft richtet sich die Untersuchung gegen aktuelle und ehemalige Führungskräfte sowie Mitarbeitende der Bank. Im Zentrum steht der Verdacht, dass zwischen 2013 und 2018 Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Firmen unterhalten wurden, die möglicherweise für Geldwäsche genutzt wurden.

Welche Personen konkret betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.

Die Ermittlungen konzentrieren sich offenbar auf potenzielle Defizite im internen Meldesystem für verdächtige Transaktionen. Nach Informationen aus Kreisen, die mit dem Verfahren vertraut sind, prüfen die Behörden insbesondere, ob die Bank verdächtige Aktivitäten im Umfeld des russischen Unternehmers Roman Abramowitsch zu spät oder unzureichend gemeldet hat.

Der Milliardär steht seit 2022 auf der Sanktionsliste der Europäischen Union, was Geschäftsbeziehungen noch sensibler macht.

Deutsche-Bank-Sprecher erklärten, das Institut arbeite eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen, äußerten sich aber nicht zu möglichen Verbindungen zu Abramowitsch.

Bereits in der Vergangenheit war das Geldhaus wegen verzögerter Meldungen auffällig geworden: Fehlende oder verspätete Verdachtsanzeigen hatten zu Bußgeldern und zu einer verstärkten Aufsicht durch die Finanzaufsicht BaFin bis Ende 2024 geführt.

Rückblick auf frühere Geldwäschevorwürfe

Die aktuellen Durchsuchungen wecken Erinnerungen an eine spektakuläre Razzia im Jahr 2018, als rund 170 Beamte Dokumente in Frankfurt sicherstellten. Auch damals ging es um mutmaßlich verspätete Meldungen zu verdächtigen Geldströmen über eine Offshore-Einheit.

Zwar stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren später mangels Beweisen gegen Mitarbeitende ein, dennoch musste die Bank wegen organisatorischer Mängel im Anti-Geldwäsche-Bereich eine Millionenstrafe zahlen.

Für Vorstandschef Christian Sewing ist der Zeitpunkt der neuen Ermittlungen besonders ungünstig. Er wollte am Donnerstag eines der besten Jahresergebnisse seit Langem präsentieren – nun dürfte die Bilanzvorlage von den jüngsten Vorwürfen überschattet werden. An der Börse reagierten Anleger prompt: Die Aktie verlor am Nachmittag mehr als drei Prozent.

Die neuen Razzien zeigen, wie sensibel und risikobehaftet das Thema Geldwäsche für internationale Banken bleibt – und wie schwierig es ist, Vertrauen zurückzugewinnen, wenn frühere Versäumnisse noch immer nachwirken.

Tipp: 10 € gratis Krypto bei Bitvavo

Ob XRP, Solana oder PEPE – Altcoins kommen wieder in Bewegung. Die stark wachsende europäische Kryptobörse Bitvavo ermöglicht dir einen einfachen Einstieg: Neue Nutzer erhalten 10 € Gratis-Krypto und handeln gebührenfrei bis 10.000 €.

Registriere dich noch heute und erhalte sofort 10 € Krypto deiner Wahl. Die Anmeldung ist kostenlos und in einer Minute erledigt.

👀 Ansehen & sichern
Diesen Artikel teilen
  • Share on Twitter
  • Share on Telegram
  • Share on Facebook
Autor:
Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

Gerade eingetroffen
Trending
Krypto-Crash: Bitcoin fällt, Milliarden verloren, Angst regiert
Krypto-Crash: Bitcoin fällt, Milliarden verloren, Angst regiert
  • 25/01/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Eine neue Kryptowährung auf Bitvavo schießt um 300 % in die Höhe
Eine neue Kryptowährung auf Bitvavo schießt um 300 % in die Höhe
  • 22/01/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Este gestor financiero ve a Bitcoin llegando a $1 millón
Vermögensverwalter prognostiziert: Ein Bitcoin wird 1 Million Dollar wert
  • 23/01/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Japan schlägt Alarm bei Bitcoin – Banken reagieren umgehend
Japan schlägt Alarm bei Bitcoin – Banken reagieren umgehend
  • 21/01/2026
  • 3 Min. Lesedauer
450 Mio. Euro verloren – Kryptomarkt stürzt ab
Cardano fällt 10 Prozent und Handel crasht 95 Prozent, aber Wale schlagen zu
  • 22/01/2026
  • 2 Min. Lesedauer

Trending Finanz Nachrichten

Niederlande führen Steuer auf unrealisierte Bitcoin-Gewinne ein – was das für Europa bedeutet
Unrealisierte Gewinne bald steuerpflichtig? Niederlande machen Ernst
  • 22/01/2026
  • 3 Min. Lesedauer
Der Goldpreis explodiert auf ein neues Rekordhoch aufgrund von Trumps Handelskrieg
Gold und Silber nicht zu stoppen: Preise brechen erneut alle Rekorde
  • 22/01/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Bitcoin Gold und Euro
Neue Rekorde: Gold und Silber erreichen magische Grenze
  • 23/01/2026
  • 2 Min. Lesedauer

Wissensbasis

Wissensbasis

Wissensbasis