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Einen Tag bevor die Deutsche Bank ihre Jahresergebnisse präsentieren wollte, ist das größte deutsche Kreditinstitut erneut in den Fokus der Justiz geraten. Heute durchsuchten Ermittler der Frankfurter Staatsanwaltschaft die Konzernzentrale sowie weitere Standorte des Instituts im Rahmen eines umfangreichen Geldwäscheverfahrens.
Auch in Berlin waren Beamte des Bundeskriminalamts im Einsatz.
Fokus auf möglichen Meldeversäumnissen der Bank
Laut Staatsanwaltschaft richtet sich die Untersuchung gegen aktuelle und ehemalige Führungskräfte sowie Mitarbeitende der Bank. Im Zentrum steht der Verdacht, dass zwischen 2013 und 2018 Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Firmen unterhalten wurden, die möglicherweise für Geldwäsche genutzt wurden.
Welche Personen konkret betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.
Gebäude der Deutschen Bank sind am Mittwoch wegen eines Geldwäscheverdachts durchsucht worden. Daraufhin gerieten die Aktien des Instituts deutlich unter Druck: Die Papiere fielen in Frankfurt zeitweise um bis zu 3,6%. https://t.co/F4tayZgpdh
— Bloomberg auf Deutsch (@BBGaufDeutsch) January 28, 2026
Die Ermittlungen konzentrieren sich offenbar auf potenzielle Defizite im internen Meldesystem für verdächtige Transaktionen. Nach Informationen aus Kreisen, die mit dem Verfahren vertraut sind, prüfen die Behörden insbesondere, ob die Bank verdächtige Aktivitäten im Umfeld des russischen Unternehmers Roman Abramowitsch zu spät oder unzureichend gemeldet hat.
Der Milliardär steht seit 2022 auf der Sanktionsliste der Europäischen Union, was Geschäftsbeziehungen noch sensibler macht.
Deutsche-Bank-Sprecher erklärten, das Institut arbeite eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen, äußerten sich aber nicht zu möglichen Verbindungen zu Abramowitsch.
Bereits in der Vergangenheit war das Geldhaus wegen verzögerter Meldungen auffällig geworden: Fehlende oder verspätete Verdachtsanzeigen hatten zu Bußgeldern und zu einer verstärkten Aufsicht durch die Finanzaufsicht BaFin bis Ende 2024 geführt.
Rückblick auf frühere Geldwäschevorwürfe
Die aktuellen Durchsuchungen wecken Erinnerungen an eine spektakuläre Razzia im Jahr 2018, als rund 170 Beamte Dokumente in Frankfurt sicherstellten. Auch damals ging es um mutmaßlich verspätete Meldungen zu verdächtigen Geldströmen über eine Offshore-Einheit.
Zwar stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren später mangels Beweisen gegen Mitarbeitende ein, dennoch musste die Bank wegen organisatorischer Mängel im Anti-Geldwäsche-Bereich eine Millionenstrafe zahlen.
Für Vorstandschef Christian Sewing ist der Zeitpunkt der neuen Ermittlungen besonders ungünstig. Er wollte am Donnerstag eines der besten Jahresergebnisse seit Langem präsentieren – nun dürfte die Bilanzvorlage von den jüngsten Vorwürfen überschattet werden. An der Börse reagierten Anleger prompt: Die Aktie verlor am Nachmittag mehr als drei Prozent.
Die neuen Razzien zeigen, wie sensibel und risikobehaftet das Thema Geldwäsche für internationale Banken bleibt – und wie schwierig es ist, Vertrauen zurückzugewinnen, wenn frühere Versäumnisse noch immer nachwirken.
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