Foto: riekephotos (Shutterstock)
Die italienische Zentralbank hat einen Forschungsbericht veröffentlicht, in dem sie die Risiken der Ethereum-Blockchain modelliert. Die Studie, verfasst von der Ökonomin Claudia Biancotti, behandelt das Netzwerk nicht als spekulativen Vermögenswert, sondern als kritische Finanzinfrastruktur, deren Stabilität durch einen starken Kursrückgang der zugehörigen Kryptowährung Ether untergraben werden kann.
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Kurz zusammengefasst
- Die Bank of Italy hat in einer Studie analysiert, was passiert, wenn der Preis von Ether auf null fällt, und betrachtet dies als Infrastrukturrisiko.
- Ein Preiscrash könnte Validatoren, die Verwalter des Netzwerks, zum Ausstieg bewegen, was die Transaktionsgeschwindigkeit und die Zuverlässigkeit des Netzwerks bedroht.
- Die Studie stellt Aufsichtsbehörden vor die Wahl: die Nutzung öffentlicher Blockchains für regulierte Finanzen zu verbieten oder sie unter strengen Sicherheitsmaßnahmen zuzulassen.
Von Marktwert zu Netzwerkrisiko
Der Bericht mit dem Titel „What if Ether Goes to Zero? How Market Risk Becomes Infrastructure Risk in Crypto“ untersucht ein Extremszenario, in dem der Ether-Kurs vollständig zusammenbricht. Zur Einordnung: Der Preis von Ether lag zum Zeitpunkt der Quelle bei circa 3.135 Dollar.
Die Analyse konzentriert sich auf die wirtschaftlichen Anreize für Validatoren, die Parteien, die das Netzwerk sichern und Transaktionen verarbeiten. Da ihre Belohnungen in Ether ausgezahlt werden, würde eine wertlose Coin ihnen einen rationalen Grund geben, ihre Tätigkeiten einzustellen.
Der Ausstieg von Validatoren würde den gesamten Einsatz, der das Netzwerk sichert, verringern. Dies würde laut Modell die Verarbeitung von Transaktionen verlangsamen und die Garantie auf eine zeitnahe und endgültige Abwicklung schwächen. Finanzdienstleistungen, die auf Ethereum laufen, wie an den Dollar gekoppelte Stablecoins und digitalisierte Wertpapiere, wären hiervon direkt betroffen.
Dilemma für Aufsichtsbehörden
Die zentrale Schlussfolgerung der Studie ist, dass Marktrisiko in einer Basiswährung wie Ether sich in ein operationelles und infrastrukturelles Risiko verwandeln kann. Dies stellt Aufsichtsbehörden vor eine schwierige Abwägung bezüglich der Zulassung öffentlicher Blockchains für regulierte Finanzinstitute.
Ein möglicher Weg ist, öffentliche Blockchains als ungeeignet für die regulierte Finanzwelt zu betrachten, aufgrund ihrer Abhängigkeit von volatilen Kryptowährungen. Eine Alternative ist, die Nutzung zuzulassen, aber strengen risikobegrenzenden Maßnahmen zu unterwerfen.
Beispiele für solche Maßnahmen sind verpflichtende Geschäftskontinuitätspläne, das Vorhandensein alternativer Blockchains für Notfälle und die Festlegung von Mindeststandards für die wirtschaftliche Sicherheit des Netzwerks.
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