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Ethereum unter Beschuss: Kurs wankt, wie geht es weiter?

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Ethereum unter Beschuss: Der Kurs schwankt, wie geht es weiter?

Foto: Lukas Heldak/Shutterstock

Ethereum steht unter Druck. Der Kurs fiel gestern auf seinen tiefsten Stand seit dem 9. August, während über drei Milliarden Euro an Coins in der Warteschlange stehen, um von Anlegern abgehoben zu werden. Anleger sind besorgt und fragen sich: wie geht es weiter?

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Kursrückgang und massive Abflüsse

Ethereum erlebte kürzlich eine der stärksten Wochen der letzten vier Jahre. Vergangene Woche fand jedoch eine Wende statt. Der Kurs stürzte in sieben Tagen um über vierzehn Prozent ab.

Dunkle Wolken ziehen über der Kryptowährung auf. Es stehen ganze 870.000 Ether bereit, umgerechnet etwa 3,35 Milliarden Euro, um aus dem Staking zurückgezogen zu werden. Dies wird der größte jemals gemessene Abfluss.

Fast 900.000 Ether stehen in der Warteschlange zum Ausstieg. Quelle: PrestonVanLoon auf X

Der Zufluss an neuem Staking bleibt dabei deutlich zurück. Während über 3,35 Milliarden Euro zum Verlassen bereitstehen, kommen nur 1,3 Milliarden Euro an neu festgesetztem Ethereum hinzu. Diese Differenz setzt das Marktgleichgewicht zusätzlich unter Druck.

Sicherheit des Netzwerks

Preston Van Loon, einer der Entwickler des Ethereum-Netzwerks, betont, dass die „Ausstiegswarteschlange“ eine wichtige Rolle für die Sicherheit des Netzwerks spielt. Seiner Ansicht nach sorgt diese Warteschlange dafür, dass nicht alle Validatoren gleichzeitig ihr Ethereum aus dem Netzwerk ziehen können.

„Ohne diesen Puffer könnte ein Ansturm auf Auszahlungen entstehen, der die Sicherheit des gesamten Netzwerks gefährdet“, erklärt er.

Die Wartezeit für Validatoren zum Ausstieg beträgt fünfzehn Tage. Beim Einstieg „nur“ sechs Tage. Quelle: PrestonVanLoon auf X

Dennoch bleibt die Spannung spürbar. Höhere Zinsen auf Leihplattformen wie Aave machen es für manche Anleger attraktiver, ihr Kapital dorthin zu verlagern, anstatt es im Staking festzusetzen. Das vergrößert den Abfluss und nährt die Unsicherheit über die kurze Frist.

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Balance zwischen Druck und Vertrauen

Alles zusammen entsteht ein doppeltes Bild. Einerseits droht Verkaufsdruck durch Gewinnmitnahmen und den rekordgroßen Staking-Ausstieg. Andererseits fungiert das System selbst als Sicherheitsnetz, wodurch Ethereum nicht einfach zusammenbricht.

Vorerst scheint der Markt zwischen Vertrauen in die lange Frist und Angst vor einer kurzen Korrektur gefangen. Anleger und Analysten richten ihre Augen fest auf die kommenden Wochen, in denen auch Makrofaktoren wie die Zinsentscheidung der amerikanischen Zentralbank eine Rolle spielen können.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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