Amal Bell Amal Bell
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Ethereum spendet eine halbe Million für Gerichtsprozess: „Privatsphäre ist ein Recht“

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Ethereum erhöht Netzwerkkapazität kurz vor wichtigem Update

Foto: Grey82/Shutterstock

Die Ethereum Foundation, die offizielle Stiftung hinter dem Ethereum-Netzwerk, hat 500.000 US-Dollar für die Verteidigung des Tornado-Cash-Mitbegründers Roman Storm gespendet. Die Unterstützung erfolgt im Rahmen eines laufenden Gerichtsverfahrens, das weitreichende Folgen für den gesamten DeFi-Sektor haben könnte – ein Bereich, in dem Ethereum eine zentrale Rolle spielt.

Kein Wunder also, dass die Foundation alles daran setzt, Storms Verteidigung zu stärken.

Das braucht Ethereum für den Durchbruch einer wichtigen Grenze
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Ethereum gehört zu den größten Unterstützern

In einem Beitrag auf X gab die Ethereum Foundation bekannt, 500.000 US-Dollar zur Verfügung zu stellen und sich zusätzlich bereit zu erklären, weitere 750.000 US-Dollar zu spenden – sofern die globale Community denselben Betrag aufbringt. Die Spendenkampagne auf Juicebox.money hat bereits über 1,35 Millionen US-Dollar gesammelt, wodurch die zusätzliche Unterstützung der Foundation voraussichtlich bald folgen wird.

Roman Storm schätzt, dass er etwa 2 Millionen US-Dollar für seine Verteidigung benötigt. Dank der Stiftung und der Community hat er dieses Ziel fast erreicht.

Die Ethereum Foundation formulierte das Anliegen in einem Satz:

„Privatsphäre ist normal, und das Schreiben von Code ist kein Verbrechen.“

Der Fall Roman Storm

Der Prozess gegen Storm beginnt am 14. Juli 2025 in New York. Das US-Justizministerium wirft ihm vor, mit Tornado Cash eine Plattform betrieben zu haben, über die Geld gewaschen und Sanktionen umgangen worden seien.

Tornado Cash ist ein sogenannter Crypto Mixer, ein Tool, das Kryptowährungen verschiedener Nutzer mischt, um deren Herkunft zu verschleiern. Das ermöglicht einerseits legitime Privatsphäre, andererseits aber auch potenzielle Verschleierung illegaler Gelder. Die Plattform wurde 2022 von US-Behörden sanktioniert – ein Verbot, das im März 2025 wieder aufgehoben wurde.

Storm verteidigt sich unter Berufung auf das „First Amendment“ der US-Verfassung – das Recht auf Meinungsfreiheit. Mehrere Versuche, die Anklage abzuweisen, blieben bisher ohne endgültigen Erfolg.

Zwar wurden einige Vorwürfe – etwa der Betrieb eines nicht lizenzierten Geldtransferunternehmens – unter der Trump-Regierung fallengelassen, doch die schweren Vorwürfe wie Geldwäsche und Verschwörung bleiben bestehen.

Weniger Druck auf Ethereum durch rückläufige Validator-Abgänge
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Storms persönliche Erklärung

In einem öffentlichen Statement auf X erklärt Roman Storm:

„Ich habe meine Seele in Tornado Cash gelegt, um Software zu schaffen, die non-custodial, trustless, permissionless, immutable und unstoppable ist. Das Justizministerium will DeFi begraben, indem es behauptet, ich hätte KYC einbauen müssen und Tornado Cash nie hätte entwickeln dürfen.

Wenn ich diesen Prozess verliere, wird nicht nur mein Leben, sondern auch DeFi begraben. Das ist nicht mein Ende – es ist unseres.“

DeFi auf dem Spiel

Das Urteil im Fall Storm könnte massive Auswirkungen auf dezentrale Technologien haben. Sollte das Gericht entscheiden, dass allein das Schreiben von Open-Source-Code für ein DeFi-Protokoll strafbar ist, könnten auch andere Tools und Plattformen wie dezentrale Börsen und Privacy-Anwendungen betroffen sein.

Deshalb ist es nicht überraschend, dass Ethereum als DeFi-zentrische Blockchain mit Nachdruck hinter Storm steht – auch als Signal für die gesamte Branche.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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