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Fast alle kennen Ethereum (ETH) als die Nummer zwei nach Marktkapitalisierung am Kryptomarkt, doch das greift zu kurz. Es ist weit mehr als nur eine Kryptomünze. Ethereum ist auch eine Plattform mit vielen Funktionen in der Blockchain- und Krypto-Welt. Was sind die fünf wichtigsten Anwendungen?
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Smart Contracts
Ethereum war eine der ersten Krypto-Plattformen, die Smart Contracts auf der Blockchain ermöglichten. Ein Smart Contract ähnelt einem digitalen Verkaufsautomaten. Du zahlst einen Betrag ein und gibst einen Code ein. Dann sorgt der Vertrag automatisch dafür, dass dein gewähltes Produkt – oder in diesem Fall das vereinbarte Ergebnis – bereitgestellt wird.
Ethereum folgt der sogenannten „Wenn/Dann-Logik“. Sind die Bedingungen erfüllt, führt der Vertrag die Aktion aus. Dezentralisierte Anwendungen (dApps) nutzen das. Sie kommen ohne Zwischeninstanzen aus, und Nutzer können sich darauf verlassen, dass Vereinbarungen regelkonform ausgeführt werden.
„Als ich Ethereum vorstellte, dachte ich zuerst: ‚Okay, das ist zu schön, um wahr zu sein.‘ Am Ende erwies sich die Kernidee von Ethereum als gut: fundamental und solide.“
– Vitalik Buterin, Mitgründer von Ethereum
Dezentrale Finanzen (DeFi)
Die Finanzwelt hat sich durch die Einführung von DeFi auf Ethereum dauerhaft verändert. Dezentrale Finanzen (DeFi) bezeichnen Finanzdienste, die auf der Blockchain laufen.
Der Unterschied zwischen DeFi und der traditionellen Finanzwelt: Es braucht keine Bank oder andere Zwischeninstanz für Vorgänge wie Leihen, Sparen, Handeln oder Versichern. All das läuft über Smart Contracts, die automatisch ausgeführt werden, sobald die Bedingungen erfüllt sind.
Früher musstest du zu Banken oder Brokern, um Geld zu leihen, zu verleihen, zu handeln oder Zinsen zu verdienen. Heute geht das viel einfacher. Über Ethereum-Protokolle wie Aave, Compound und Uniswap regelst du das sicher und zuverlässig, da sie Smart Contracts nutzen.
Auf Ethereum-Protokollen handelst du Peer-to-Peer. Das heißt, du handelst direkt mit anderen. So sparst du die hohen Kosten, die Zwischeninstanzen normalerweise verursachen.
NFT
Bei der Entstehung von Nicht fungiblen Token (NFT) spielte Ethereum ebenfalls eine wichtige Rolle. Nicht fungible Token (NFT) sind einzigartige digitale Eigentumsnachweise. Häufig dienen sie für Kunstwerke oder besondere Gegenstände in Videospielen.
Im Ethereum-Ökosystem findest du unter anderem die NFT-Marktplätze OpenSea und Foundation. Ethereum speichert den Eigentumsnachweis auf der Blockchain, sodass jede Person prüfen kann, wem ein digitales Objekt rechtmäßig gehört.
DAO
In einer dezentralen autonomen Organisation (DAO) liegt die Macht bei der Gemeinschaft. Mitglieder stimmen mit Governance-Token auf Ethereum ab und bestimmen so gemeinsam die Ausrichtung. Entscheidungen fallen demokratisch, ohne Chef oder Hierarchie.
Reale Vermögenswerte (RWA)
Immer häufiger werden reale Vermögenswerte, auch bekannt als Real World Assets, auf der Blockchain abgebildet. Dazu zählen Immobilien, Aktien oder andere werthaltige Güter. Sie lassen sich in kleine Anteile zerlegen und als digitale Token auf Ethereum verkaufen. Die Liquidität, also die Handelbarkeit, steigt deutlich, weil die ganze Welt Zugang hat.
Zukunft von Web3
Ethereum wird voraussichtlich auch zur Verbreitung von Web3 beitragen. Das ist eine neue, dezentrale Form des Internets. Nutzer entscheiden selbst, was mit ihren Daten geschieht. Anstatt dass große Unternehmen deine Daten besitzen, bleibst du Eigentümer deines Profils und deiner digitalen Identität.