Foto: PixieMe/Shutterstock
Die mögliche Ernennung von Kevin Warsh zum neuen Vorsitzenden der Federal Reserve deutet auf eine klare Verschiebung in der amerikanischen Geldpolitik hin. Immer mehr Anleger rechnen mit einer Phase bewusst höherer Inflation und strukturell niedriger Zinsen, die darauf abzielt, die enorme Staatsverschuldung in realen Begriffen zu senken. In einem solchen Umfeld sollte der Bitcoin-Kurs theoretisch florieren, da knappe Assets historisch gesehen profitieren, wenn Geld an Kaufkraft verliert.
Warsh, the next Fed chair, will inflate the debt away.
He is in favor of yield curve control.
– This means pegging US short-term interest rates to an artificially low level
– The Fed commits to buying unlimited amounts above that level to push interest rates downThis would be… pic.twitter.com/WFgeAw6ecC
— Lukas Ekwueme (@ekwufinance) February 9, 2026
Was wird Warsh bei der Zentralbank tun?
Nach dieser Logik wäre Warsh bereit, die amerikanische Staatsverschuldung in realen Begriffen durch Inflation wegschmelzen zu lassen. Das erfordert eine Politik der finanziellen Repression, bei der die Zentralbank den Zins künstlich niedrig hält trotz steigendem Preisdruck. Yield Curve Control ist dabei der Schlüsselmechanismus: sobald Marktzinsen über ein festgelegtes Niveau steigen, kauft die Fed unbegrenzt Staatsanleihen, um den Zins wieder nach unten zu drücken. So bleiben Finanzierungskosten beherrschbar, während Inflation die tatsächliche Schuldenlast langsam aushöhlt.
Eine solche Politik ist historisch nicht neu. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg wandten die Vereinigten Staaten eine vergleichbare Strategie an. Damals lag die Schuldenquote bei rund 125 Prozent des BIP, vergleichbar mit den circa 121 Prozent von heute. Durch niedrige Zinsen konnte sich die Regierung günstig finanzieren, während die Rechnung über Inflation schrittweise bei den Bürgern landete.
Zwischen 1945 und 1980 sank die amerikanische Schuldenquote schließlich auf etwa 30 Prozent des BIP. Erst danach entstand Raum für Paul Volcker, den Zins aggressiv auf circa 20 Prozent zu erhöhen, um die Inflation zu brechen. In dieser historischen Lesart wäre eine inflationäre Phase also kein Unfall, sondern ein bewusster Zwischenschritt in einem längeren Politikplan.
Warum dies aus politischer Perspektive logisch ist
Die Idee, dass Donald Trump einen Vorsitzenden ernennen würde, der noch strenger ist als Jerome Powell, während er Powell jahrelang gerade wegen zu straffer monetärer Bedingungen kritisierte, war schon immer wenig wahrscheinlich.
Eine Politik, die die reale Schuldenlast über Inflation senkt, ist politisch attraktiver:
- Sie verhindert direkte Kürzungen oder Steuererhöhungen.
- Sie hält Finanzmärkte und Wirtschaftswachstum kurzfristig aufrecht.
- Die Kosten werden über die Zeit durch Kaufkraftverlust verteilt.
Damit wird Inflation faktisch eine versteckte Form der Schuldenrestrukturierung.
Historisch gesehen günstig für harte Assets
In Perioden, in denen Zinsen künstlich niedrig bleiben, während Inflation steigt, sinken die Realzinsen. Das ist historisch ein Umfeld, in dem knappe Assets relativ gut performen.
Gold profitiert davon, weil:
- es kein Gegenparteirisiko kennt;
- es knapp ist;
- es traditionell als Schutz gegen monetäre Entwertung fungiert.
Auch Bitcoin (BTC) passt theoretisch in diese Reihe. Wie Gold hat es eine feste, vorhersehbare Knappheit und steht außerhalb des traditionellen Finanzsystems. Wenn Anleger erwarten, dass Fiatgeld strukturell an Kaufkraft verliert, nimmt die Attraktivität alternativer Wertaufbewahrung zu.
Dennoch bleibt der Unterschied zu Gold vorerst bestehen
Obwohl eine solche inflationäre Politik theoretisch positiv für sowohl Gold als auch Bitcoin ist, reagiert der Markt noch nicht identisch. Gold wird seit Jahrzehnten als sicherer Hafen gesehen, während Bitcoin von vielen Anlegern noch als Risikoanlage behandelt wird, die von Liquidität und Sentiment abhängig ist.
Erst wenn das Vertrauen in Fiatgeld strukturell weiter abnimmt und Bitcoin breiter als Reserve-Asset akzeptiert wird, kann sich diese Dynamik ändern. In diesem Szenario würde eine Politik, die darauf abzielt, Schulden „wegzuinflationieren“, gerade das fundamentale Investmentcase für Bitcoin verstärken.
Krypto-Deal des Tages: 15 € gratis Bitcoin
Der Kryptomarkt läuft auf Hochtouren – ist das der perfekte Moment für deinen Einstieg?
Neue Nutzer von Kraken erhalten jetzt 15 € gratis Bitcoin. Mit über 576 verschiedenen Kryptowährungen bietet Kraken eines der größten Krypto-Angebote Deutschlands. Genau hier findest du echte Krypto-Perlen – oft schon, bevor sie auf anderen Börsen gelistet werden.
Entdecke, warum Millionen Nutzer weltweit Kraken vertrauen – und sichere dir jetzt dein gratis Bitcoin-Geschenk.
👀 Ansehen & Bitcoin sichern