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Durch Eskalationen im Nahen Osten steigen die Öl- und Gaspreise rasant an und sorgen für wirtschaftliche Unruhe. Höhere Ölpreise treiben die Inflation an und machen Zinssenkungen unwahrscheinlicher. Was passiert mit Bitcoin (BTC), wenn die Öl- und Gaspreise weiter steigen?
Ölpreis löst Dominoeffekt aus
Der Ölpreis steigt unglaublich schnell durch die zunehmenden Spannungen. Brent-Öl erreichte bereits Niveaus um 119 Dollar nach Angriffen auf Energieanlagen im Iran und in Katar, was die Angst vor einer weltweiten Energiekrise schürt.
Ein Anstieg des Ölpreises um 70 Prozent kann die US-amerikanische Inflation in Richtung fünf Prozent treiben. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Bitcoin-Kursrückgangs auf 51.000 bis 52.000 Dollar.
Höhere Inflation zwingt die US-amerikanische Zentralbank (Fed) dazu, die Zinsen länger hoch zu halten. Dadurch wird Kreditaufnahme teurer und weniger Kapital fließt in risikoreichere Anlagen wie Aktien und Krypto.
Energieschock trifft auch Europa hart
Die Auswirkungen beschränken sich nicht auf die Vereinigten Staaten. Europa steht möglicherweise erneut vor einer Energiekrise. Angriffe auf wichtige Infrastruktur, wie das LNG-Terminal in Katar, bedrohen die Energieversorgung Europas.
Das führt möglicherweise zu höheren Kosten für Unternehmen und Verbraucher, geringerem Wirtschaftswachstum und erneut steigender Inflation – vergleichbar mit der Energiekrise von 2022.
Gleichzeitig steigen die Gaspreise bereits stark an, und eine anhaltende Störung der Straße von Hormus könnte die Preise sogar verdoppeln.
Weniger Öl durch die Straße von Hormus
Der Kern des Problems liegt bei der Straße von Hormus, einer äußerst wichtigen Schifffahrtsroute, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird.
Durch militärische Spannungen und Angriffe meiden Tanker die Region, wodurch das Angebot schnell schrumpft. Das sorgt für extreme Preisbewegungen und schürt die Angst vor Engpässen auf dem Weltmarkt.
So führt Öl zu höherer Inflation
Der Zusammenhang zwischen Ölpreisen und Inflation ist stark. Untersuchungen der Federal Reserve zeigen, dass ein Anstieg des Ölpreises um zehn Prozent die Verbraucherpreise um 0,35 bis 0,40 Prozentpunkte erhöht.
Bei einem Anstieg von 70 Prozent bedeutet das einen zusätzlichen Inflationsdruck von etwa 2,5 bis 2,8 Prozentpunkten. Damit kann die Gesamtinflation auf rund fünf Prozent steigen.
Bitcoin unter Druck
Bitcoin steht bereits erheblich unter Druck. Der Kurs fiel aktuell um 9,5 Prozent von einem Höchststand von knapp 76.000 Dollar. Auch andere Signale deuten auf nachlassende Nachfrage hin. Strategy kauft regelmäßig neue Bitcoins. Diese Woche blieb das Unternehmen von Michael Saylor untätig.
Historisch gesehen erweisen sich extreme Ölpreisspitzen selten als langanhaltend. Solche starken Anstiege entstehen meist durch akute geopolitische Spannungen, plötzliche Angebotsunterbrechungen oder Marktpanik.
Sobald diese Unsicherheit nachlässt – etwa durch diplomatische Durchbrüche, die Wiederherstellung der Produktion oder die Öffnung wichtiger Handelsrouten – kehrt oft Ruhe ein und die Preise sinken allmählich wieder auf normalere Niveaus.
Die aktuelle Lage ist dennoch schwer vorherzusagen. Der Ölmarkt reagiert stark auf geopolitische Entwicklungen, die sich schnell und unerwartet entfalten können. Eskalationen könnten die Preise weiter in die Höhe treiben, während eine schnelle Deeskalation umgekehrt für eine starke Korrektur sorgen kann.

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