Gino Presti Gino Presti
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Warum ist die Situation in Japan so wichtig für Bitcoin?

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Bitcoin-Risiko aus Japan: Neue Premierin sorgt für Unruhe

Foto: VTT Studio/Shutterstock

Die Entwicklungen in Japan scheinen auf den ersten Blick eine lokale Geschichte zu sein, aber sie haben große Auswirkungen auf die weltweiten Finanzmärkte und damit auch auf den Bitcoin-Kurs. Theoretisch kann eine große Veränderung in Japan sogar das Ende von Bitcoins Bullenmarkt verursachen. Höchste Zeit, sich damit einmal zu beschäftigen!

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Kurz zurück in der Zeit

Seit den 90er Jahren kämpft Japan mit Deflation. Die Kombination aus einer alternden Bevölkerung und enttäuschendem Konsum sorgte dafür, dass Unternehmen weniger in Wachstum investierten. Um das zu kompensieren, setzte die Bank of Japan (BoJ) jahrelang die Zinsen extrem niedrig an, manchmal sogar negativ.

Die Folge: Kredite in Yen waren praktisch kostenlos. Anleger auf der ganzen Welt machten dankbar davon Gebrauch. Sie liehen sich günstig Yen und steckten das Geld in amerikanische Aktien und andere Assets. Diese Strategie ist bekannt als der Yen Carry Trade.

Die neue Realität unter Takaichi

Nach dem Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi sehen wir einen deutlichen Umschwung. Die Zinsen auf langfristige japanische Staatsanleihen steigen stark, und der 30-Jahreszins erreichte sogar ein Rekordniveau.

Warum?

  1. Takaichi will die Staatsausgaben deutlich erhöhen.
  2. Gleichzeitig scheint die BoJ von ihrer Politik extrem niedriger Zinsen abzurücken.
  3. Dadurch dass sich die Zentralbank als großer Käufer von Staatsanleihen zurückzieht, fordern Anleger nun eine höhere Vergütung für das Risiko von Inflation und Geldentwertung. Das treibt die Langfristzinsen nach oben.
  4. Bedrohung für den Yen Carry Trade: möglicherweise holen japanische Anleger demnächst gezwungenermaßen ihr Kapital nach Japan zurück, um dort Kredite zurückzuzahlen.

Die echte Gefahr liegt in den Kurzzinsen. Wenn diese auch steigen, können japanische Anleger gezwungen werden, ihre Positionen in amerikanischen Aktien und anderen ausländischen Assets abzubauen, um ihre Kredite in Yen zurückzuzahlen. Das würde eine Schockwelle auf den Finanzmärkten verursachen.

Vorerst scheint dieses Szenario jedoch unwahrscheinlich. Nach dem Wahlsieg kamen bereits Signale, dass die Regierung die BoJ gerade davon abhalten wolle, schnell zu straffen. Auch der Futuresmarkt rechnet inzwischen damit: Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung am 30. Oktober wird nur noch auf 19 Prozent geschätzt, gegenüber 57 Prozent vor den Wahlen.

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Gute Nachrichten für Bitcoin und Aktien

Solange Takaichi an der Idee festhält, dass ein schwacher Yen kein großes Problem für die japanische Wirtschaft ist, bleibt der Yen Carry Trade bestehen. Und das bedeutet, dass weltweit ausreichend Liquidität verfügbar bleibt.

Für Risikoanlagen, von amerikanischer Technologie bis Bitcoin, ist das grundsätzlich eine gute Nachricht. Die japanische Politik hält den Geldhahn offen, und solange dieser fließt, können Märkte profitieren.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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