Foto: Daniel Avram/Shutterstock
Während viele Menschen in Panik gerieten, als der Bitcoin-Kurs in den freien Fall überging, blieben die größten Anleger der Welt – wie große Investmentfonds – bemerkenswert ruhig. Laut Matt Hougan, dem Chef des Investmenthauses Bitwise, zeigen die Zahlen, dass diese großen Akteure ihren Bitcoin nicht einfach verkauft haben. Sie zeigen, was in der Krypto-Sprache „Diamond Hands“ genannt wird: Sie halten ihre Bestände fest, selbst wenn der Markt schlecht dasteht und alle Angst haben.
Die Stärke des Bitcoin-Börsenfonds
Den Beweis für diese Ruhe finden wir in der Welt der ETFs (Exchange Traded Funds). Ein ETF ist ein Börsenfonds: ein Korb, in den Anleger ihr Geld stecken, um in Bitcoin (BTC) zu investieren, ohne die Coins selbst auf einem komplizierten Konto verwalten zu müssen.
Zwischen Anfang 2024 und Ende 2025 flossen rund 60 Milliarden Dollar in diese Fonds. Seit der Kurs im vergangenen Jahr stark gefallen ist, wurden lediglich Bitcoin im Wert von weniger als zehn Milliarden Dollar wieder verkauft. Das zeigt, dass die meisten großen Anleger ihren Bitcoin schlicht in ihrer Bilanz belassen haben.
Warum Bitcoin keine normale Investition ist
Dass diese Anleger so ruhig bleiben, liegt daran, dass sie ganz bewusst auf Bitcoin setzen. Experten bezeichnen es oft als „Non-Consensus Asset“ – ein Börsenbegriff für etwas, worüber der Markt noch keinen Konsens erreicht hat. Bitcoin ist noch kein normales Gut wie Gold oder Staatsanleihen, über die fast alle einig sind, dass es solide Investitionen sind.
Wer sich jetzt für Bitcoin entscheidet, tut das nicht leichtfertig. Hougan erklärt, dass diese Anleger nicht zu 51 Prozent überzeugt sind, sondern zu 80 oder 90 Prozent. Weil sie so stark an die Langfristperspektive glauben, reagieren sie kaum auf die tägliche Unruhe. Während private Anleger in Panik geraten, wenn ein Chart ins Rote dreht, bleiben die großen Akteure unerschütterlich. Sie wussten längst, worauf sie sich eingelassen haben.
Der Weg zur Million
Die Disziplin, die diese großen Anleger zeigen, bestärkt Hougan in seiner Prognose, dass Bitcoin künftig eine Million Dollar wert sein könnte. Er sieht das nicht als wilde Spekulation, sondern als logische Folge der Marktentwicklung. Wenn Bitcoin in den kommenden Jahren einen kleinen, aber festen Platz im globalen Markt für Wertspeicherung einnimmt, ist dieses Kursziel seiner Meinung nach unvermeidlich.
Mit dieser stabilen Basis scheint Bitcoin eine reife Phase erreicht zu haben. Die Befürchtung, dass professionelle Anleger beim ersten Crash sofort das Weite suchen würden, haben die harten Zahlen der vergangenen Monate widerlegt.
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