Jan-Eric Stehr Jan-Eric Stehr
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Warum Bitcoin stark von den Zinsbewegungen profitieren kann

Bitcoin-BTC
Bitcoin steigt und Börsen ziehen mit: Das Ende der „Decoupling“-Träume?

Foto: ImageFlow/Shutterstock

Die Finanzmärkte sind mit viel Bewegung ins Jahr gestartet. Die Zinsen sinken, Aktien steigen und auch Bitcoin (BTC) legt zu. Doch was treibt diese Veränderungen an?

Laut Mike Wilson von Morgan Stanley, einer großen amerikanischen Investmentbank, geht es nicht nur darum, wie hoch die Zinsen sind, sondern vor allem darum, warum sie sich bewegen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die sich verändernde Beziehung zwischen Zinsen und Aktien – und warum Bitcoin dabei eine immer größere Rolle spielt.

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Der Zusammenhang zwischen Zinsen und Aktien

„Während die Höhe der Zinsen wichtig ist, ist der Grund für ihre Bewegung noch entscheidender, um die Performance des Aktienmarktes zu erklären“, so Wilson.

Seit Mitte Januar entwickeln sich Aktienkurse zunehmend entgegengesetzt zu den Zinsen. Einfach ausgedrückt: Wenn die Zinsen steigen, fallen Aktienkurse – und umgekehrt. Doch seitdem der US-Inflationsbericht für Dezember niedriger ausfiel als erwartet, scheint sich diese Beziehung zu verschieben.

Wilson hebt zwei wesentliche Entwicklungen hervor:

  1. Sinkende Anleiherenditen – Die Renditen von Staatsanleihen sind gefallen, weil Investoren weniger Risikoprämien (Term Premium) verlangen. Das bedeutet, dass sie weniger Angst vor unvorhersehbaren Zinsbewegungen in der Zukunft haben.
  2. Stärkere als erwartete Wirtschaftsdaten – Der Index für wirtschaftliche Überraschungen ist gestiegen. Das zeigt, dass die US-Wirtschaft besser abschneidet als von Analysten prognostiziert. Dadurch fühlen sich Investoren sicherer: Das Wachstum verlangsamt sich nicht so stark wie befürchtet.

Die Aktienmärkte reagieren darauf positiv. Die Angst vor einer Rezession nimmt ab, während die Bedrohung durch steigende Zinsen ebenfalls nachlässt.

Was hat Bitcoin damit zu tun?

Bitcoin wird zunehmend in die gleiche Kategorie wie Tech-Aktien eingeordnet, beispielsweise Apple, Microsoft oder Nvidia. Der Grund? Anleger betrachten Bitcoin als eine risikobehaftete Investition, die – genau wie Technologieunternehmen – stark von den Zinssätzen abhängig ist.

Die Korrelation zwischen dem Bitcoin-Kurs und dem Nasdaq, dem Technologie-Index der Wall Street, war in den letzten Jahren oft hoch. Steigen die Zinsen, geraten Wachstumsaktien und Bitcoin unter Druck, da die Finanzierungskosten steigen und Investoren nach sicheren Anlagen wie Anleihen suchen.

Doch nun, da die Zinsen sinken und die wirtschaftlichen Aussichten besser werden, gewinnen risikoreiche Vermögenswerte wie Tech-Aktien und Bitcoin wieder an Fahrt. Anleger werden optimistischer und sind eher bereit, ihr Geld in Wachstumswerte zu investieren.

Die Bewegung der Zinssätze ist also entscheidend – nicht nur für Aktien, sondern auch für Bitcoin. Falls die Zinsen weiter sinken und die Wirtschaft widerstandsfähig bleibt, könnte das zusätzlichen Kaufdruck auf Bitcoin ausüben – ähnlich wie bei Tech-Aktien.

Für Bitcoin-Investoren ist es daher nicht nur wichtig, den BTC-Kurs zu beobachten, sondern auch die Zinsen und die allgemeinen makroökonomischen Trends im Blick zu behalten. Denn wenn Anleger optimistischer in die Zukunft blicken und Tech-Aktien steigen, profitiert Bitcoin häufig mit. Verfolge in unseren Nachrichten die aktuellen Entwicklungen und bleib immer auf dem Laufenden.

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Über den Autor:
Jan-Eric Stehr

Jan-Eric Stehr ist seit August 2023 Chief Editor bei Crypto Insiders. Davor übersetzte und lokalisierte er die Website ins Deutsche. Mit seinem Ingenieursabschluss (B.Sc.) in Prozessmanagement/Maschinenbau und beruflicher Erfahrung im Consulting, unterstützt er Unternehmen beim Einstieg in den deutschen Markt. Seine Leidenschaft für Kryptowährungen fand er 2020, als er in sie investierte, und durch seine freiberufliche Tätigkeit vertiefte er sich weiter in dieses Thema.

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