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Während der Konflikt im Nahen Osten weiter eskaliert, sollten Anleger sich aus mehreren Gründen auf eine volatile Woche einstellen. Das wirft sofort eine wichtige Frage auf: Was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs?
Obwohl der Bitcoin-Kurs vergangene Woche kurzzeitig in Richtung 74.000 Dollar stieg, bedeutet das nicht automatisch, dass die digitale Währung nun zu einem sicheren Hafen geworden ist. Die aktuelle Kursbewegung scheint eher Teil einer breiteren Bearmarkt-Rally zu sein als der Beginn eines neuen Aufwärtstrends.
Neue Angriffe verstärken geopolitische Spannungen
In der Nacht von Samstag auf Sonntag führte Israel neue Angriffe auf Ölanlagen in Teheran durch, wobei große Explosionen gemeldet wurden. Damit weitet sich der Konflikt weiter auf die Energieinfrastruktur aus – eine Entwicklung, die die Finanzmärkte genau beobachten.
Der Iran meldete keinen Kraftstoffmangel in der Hauptstadt, aber die Spannungen nehmen weiter zu. Gleichzeitig führte der Iran neue Angriffe auf Nachbarländer durch. In Bahrain traf eine Drohne eine Entsalzungsanlage, während in Kuwait-Stadt nach einem Angriff ein Feuer in einem Regierungsgebäude ausbrach.
Auch Israel selbst wurde erneut getroffen. Bei einem Raketenangriff in Zentralisrael wurden fünf Menschen verletzt. Darüber hinaus bestätigte die israelische Armee, dass zwei Soldaten ums Leben gekommen sind – die ersten militärischen Todesopfer seit Beginn des Krieges.
Die Lage bleibt damit äußerst ungewiss, während Investoren befürchten, dass die Spannungen erneut für starke Schwankungen an den Finanzmärkten sorgen könnten.
Öl und Inflation belasten die Märkte
Ein wesentlicher Grund für die Nervosität an den Märkten ist der steigende Ölpreis. Die aktuellen Angriffe auf die Energieinfrastruktur erhöhen das Risiko von Störungen in der weltweiten Ölversorgung.
Höhere Ölpreise können die Inflation erneut anheizen, was es den Zentralbanken erschwert, die Zinsen zu senken. Das kann wiederum zu strengeren Finanzbedingungen führen – etwas, worauf risikobehaftete Anlagen in der Regel negativ reagieren.
Das könnte erneut Druck auf sowohl Aktien als auch Bitcoin ausüben.
Der Bitcoin-Kurs stieg stark, aber das sagt wenig
Auf den ersten Blick schien Bitcoin (BTC) gerade von den geopolitischen Spannungen zu profitieren. Der Kurs stieg vergangene Woche kurzzeitig auf etwa 74.000 Dollar.
Aber dieser Anstieg erwies sich als kurzlebig. Inzwischen ist der Kurs wieder deutlich zurückgefallen, was laut vielen Analysten bestätigt, dass es sich wahrscheinlich um eine klassische Relief Rally innerhalb eines Bearmarkts handelte. Das bedeutet, dass der Anstieg eher auf vorübergehenden Kaufdruck nach einem starken Rückgang zurückzuführen war und nicht auf eine strukturelle Veränderung im Marktsentiment.
Bitcoin noch kein geopolitischer sicherer Hafen
Die Kursentwicklung zeigt, dass Bitcoin nach wie vor stark von der Risikobereitschaft und der globalen Liquidität abhängt. Wenn geopolitische Spannungen zu höheren Zinsen, einem stärkeren Dollar und strengeren Finanzbedingungen führen, hat das in der Regel negative Auswirkungen auf den Kryptomarkt.
Obwohl Bitcoin manchmal als digitale Alternative zu Gold präsentiert wird, zeigt die Praxis, dass Anleger in Zeiten akuter Unsicherheit häufig auf traditionelle sichere Häfen wie den US-Dollar oder Staatsanleihen zurückgreifen.
Das bedeutet, dass ein steigender Bitcoin-Kurs während eines Konflikts nicht automatisch beweist, dass die Währung ein sicherer Hafen ist.
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