Amal Bell Amal Bell
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Warnsignale am Markt: Bitcoin in der Gefahrenzone

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Warnsignale am Markt: Bitcoin in der Gefahrenzone

Foto: Artit Wongpradu / Shutterstock

Finanzmärkte zeigen häufig wellenartige Bewegungen. Nach einer langen Wachstumsphase kann ein Zeitpunkt kommen, an dem alles anfällig wird: Das Vertrauen kippt, und ein deutlicher Rückgang lässt sich kaum noch vermeiden.

Es gibt zunehmend Anzeichen dafür, dass wir uns in einer solchen risikoreichen Phase befinden. In dieser Phase stützen sich immer mehr Investitionen auf dauerhaft steigende Preise und neues Kapital.

Sollte dies tatsächlich eintreten, könnte sich die Wirkung nicht nur auf Aktien oder Immobilien beschränken, sondern auch direkt auf den Bitcoin (BTC)-Kurs durchschlagen. Befindet sich die Kryptowährung in einer Gefahrenzone?

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Drei Phasen an den Finanzmärkten

Die größten Risiken an den Finanzmärkten entstehen selten plötzlich. Sie bauen sich langsam auf, oft verborgen hinter steigenden Kursen und optimistischer Stimmung.

Zudem verlaufen Märkte häufig in Wellen. Der Ökonom Hyman Minsky beschreibt, dass eine Wachstumsphase meist in drei Schritten verläuft. In jeder Phase verändern sich Kreditaufnahme und Investitionen – teils mit zunehmendem Risiko:

Erste Phase: Diese Phase wird als Hedge Finance bezeichnet. Die Cashflows sind stark genug, um sowohl Zinsen als auch Tilgung zu bedienen. Dies ist die stabilste Phase und entsteht häufig nach Rezessionen, wenn Vorsicht dominiert.

Zweite Phase: Danach folgt Speculative Finance. Die Cashflows decken zwar noch die Zinsen, jedoch nicht mehr die Tilgung. Schulden müssen fortlaufend refinanziert werden. Das System funktioniert weiter, wird jedoch anfälliger.

Dritte Phase: Die letzte Phase ist Ponzi Finance. Hier reichen die Cashflows weder für Zinsen noch für Tilgung. Das System kann nur bestehen, solange Vermögenswerte weiter steigen, sodass Schulden prolongiert oder durch Verkäufe gedeckt werden können. Dies ist die instabilste und letztlich nicht tragfähige Phase.

Wendepunkt

Es gibt Hinweise darauf, dass genau diese letzte Phase unter Druck gerät. In den vergangenen Jahren floss ein großer Teil der zusätzlichen Bankkredite nicht an gewöhnliche Unternehmen oder Haushalte, sondern an Akteure wie Private Equity und Private Credit.

Private Equity sind Investmentfonds, die Unternehmen (teilweise) aufkaufen und später mit Gewinn weiterverkaufen wollen. Private Credit bezeichnet Kredite, die nicht von klassischen Banken, sondern von solchen Fonds vergeben werden: Sie verleihen Kapital an Unternehmen und verlangen dafür Zinsen.

Diese Akteure gehören zum Schattenbankensektor, da sie bankähnliche Tätigkeiten wie Kreditvergabe und Investitionen mit Fremdkapital ausüben. Gleichzeitig unterliegen sie nicht denselben strengen Vorschriften und Kontrollen wie traditionelle Banken. Dadurch sind die Risiken weniger transparent.

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Wichtiges Signal

Dies ist ein bedeutendes Signal: Die Finanzwelt stützt sich zunehmend auf steigende Börsenkurse und weniger auf reale Einnahmen und Gewinne von Unternehmen.

Sollten die Kurse jedoch nicht weiter steigen, kann die Lage schnell kippen. Kredite werden teurer und schwerer zugänglich, was zusätzlichen Druck auf die Preise ausübt. So entsteht eine Abwärtsspirale.

Daher könnte der jüngste Rückgang der Immobilienpreise und einiger KI-Aktien mehr sein als eine normale Schwankung. Möglicherweise ziehen Investoren Kapital aus den risikoreichsten Marktsegmenten ab.

Was ist eine Risikoinvestition und welche Rolle spielt sie?

Um die möglichen Auswirkungen auf Bitcoin zu verstehen, ist es wichtig zu definieren, was eine Risikoinvestition ist. Dabei handelt es sich um einen Vermögenswert, dessen Wert stark von Wirtschaftswachstum, Liquidität und Anlegervertrauen abhängt.

Er basiert stärker auf diesen Faktoren als auf stabilen Cashflows. Beispiele sind Wachstumsaktien und häufig auch Kryptowährungen.

Wenn Liquidität reichlich vorhanden ist und Optimismus überwiegt, steigen diese Anlagen meist besonders stark. Sobald jedoch Kreditvergabe zurückgeht und Unsicherheit zunimmt, fallen sie oft ebenso schnell.

Warum das für Bitcoin unmittelbar relevant ist

Die aktuelle Verschiebung der Kapitalströme ist daher von großer Bedeutung. Wenn Kapital beginnt, aus KI-Aktien – einem der beliebtesten Risikosegmente der vergangenen Jahre – abzuwandern, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Ähnliches auch bei Bitcoin geschieht.

Beide reagieren stark auf dieselben Faktoren: Liquidität, Zinserwartungen und Risikobereitschaft. In Zeiten von Überfluss steigen sie gemeinsam, in schwächeren Phasen fallen sie häufig ebenfalls gemeinsam.

Das bedeutet, dass eine strukturell sinkende Risikobereitschaft der Anleger weit mehr betrifft als nur Technologieunternehmen. In einem solchen Umfeld könnte auch Bitcoin unter Abwärtsdruck geraten.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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