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Die US-Notenbank vermittelt in öffentlichen Erklärungen meist ein beruhigendes Bild des Finanzsektors. Aber die aktuelle Erläuterung von Fed-Vizevorsitzender Michelle Bowman deutet laut Analysten auf etwas anderes hin: nicht einen Rückblick auf die aktuelle Situation, sondern eine Vorbereitung auf ein wirtschaftliches Klima, in dem mehr Kreditströme nötig sind. Und welche Auswirkungen hat dies auf den Bitcoin-Kurs?
Now available: Testimony by Vice Chair for Supervision Bowman on supervision and regulation: https://t.co/7NdIa0EZDX
Watch testimony live tomorrow, 12/2, at 10:00 a.m.
— Federal Reserve (@federalreserve) December 1, 2025
Signale einer Wende in der Aufsicht
Obwohl Bowman behauptet, dass die US-Banken solide sind, verwendet sie auffällig oft Begriffe wie „Anpassung“, „Reduzierung von Lasten“ und „Vermeidung unnötiger Beschränkungen“. Solche Sprache wird laut Aufsichtsbehörden fast nur verwendet, wenn die Notenbank erwartet, dass Kreditvergabe wichtiger für die Wirtschaft wird und die aktuelle Regulierung dafür zu strikt ist.
In ihrer Erklärung stellt Bowman fest, dass das bestehende Paket an Kapitalanforderungen zu stark auf Regeln setzt, die für die allergrößten Banken gedacht waren. Kleinere und mittelgroße Banken würden dadurch unnötig gebremst, genau in dem Moment, in dem die Wirtschaft laut Fed zusätzlichen Kreditspielraum gebrauchen kann.
Mehr Raum für Hypotheken und Treasuries
Ein großer Teil ihrer Botschaft richtet sich auf den Hypothekenmarkt. Durch die Art und Weise, wie Hypotheken in den Kapitalregeln gewichtet werden, finden Banken diese Form von Kredit zunehmend weniger attraktiv. Bowman stellt fest, dass dies die Zugänglichkeit von Wohnfinanzierung drückt und dass eine Neukalibrierung der Regeln nötig ist, um Banken wieder aktiver werden zu lassen.
Auch kritisiert sie bestehende Verschuldungsanforderungen, die Banken davon abhalten, US-Staatsanleihen zu halten. Das ist bemerkenswert, weil die USA in den kommenden Jahren große Mengen neuer Treasuries ausgeben müssen. Laut Analysten klingt dies wie ein subtiler Aufruf, die Bilanzregeln so anzupassen, dass Banken einen größeren Teil davon aufnehmen können.
Vorbereitung auf wirtschaftlich schwächere Periode
Der Ton von Bowman ist ungewöhnlich scharf für eine Fed-Direktorin. Indem sie Regeln als „veraltet“, „schwer“ und „nicht im Einklang mit der wirtschaftlichen Realität“ bezeichnet, schafft sie Raum für eine einschneidende Lockerung später in diesem Jahr. Dabei betont sie, dass frühere jährliche Überprüfungen kaum Veränderungen brachten, aber dass dieses Jahr anders sein wird.
Laut Kennern deutet dies darauf hin, dass die Fed bereits jetzt auf eine Periode wirtschaftlicher Verlangsamung antizipiert, in der lockerere Kreditvergabe nötig ist, um das Wachstum aufrechtzuerhalten. Weniger strikte Regeln sollen verhindern, dass Regionalbanken in einem schwächeren wirtschaftlichen Klima von denselben Regeln erstickt werden, die einst für globale Großbanken gemacht wurden.
Was bedeutet dies für den Bitcoin-Kurs?
Eine Fed, die vorausschauend auf ein lockereres Kreditklima blickt, hat zwei wichtige Implikationen für Bitcoin:
1. Mehr Liquidität ist positiv für Risikoanlagen
Wenn die Fed tatsächlich Regeln lockert, um Kreditströme auf dem Niveau zu halten, entsteht mehr finanzieller Spielraum im System. Historisch gesehen profitieren Risikoanlagen, darunter Bitcoin, von Perioden, in denen Liquidität erweitert oder weniger strikt kontrolliert wird.
2. Signal, dass die Wirtschaft abkühlt, kann für Volatilität sorgen
Dass Bowman diese Botschaft bereits jetzt abgibt, bedeutet, dass die Fed Anzeichen wirtschaftlicher Abschwächung sieht. In früheren Zyklen führte dies zu mehr Schwankungen im Bitcoin-Kurs: zunächst durch Unsicherheit, danach oft durch eine Erholung, sobald Politiklockerung näher rückt.
Kurzum: Bowmans Botschaft deutet auf eine Fed hin, die die finanziellen „Leitungen“ reinigen will, bevor Druck entsteht. Das kann Bitcoin kurzfristig volatil machen, aber mittelfristig gerade unterstützen, wenn der Markt auf lockerere finanzielle Bedingungen spekuliert.
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