Gino Presti Gino Presti
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Untersucht: Bitcoin im Iran plötzlich Milliarden wert durch Hyperinflation

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Bitcoin en Iran grimpe soudain à des milliards sous l’effet de l’hyperinflation

Wer den iranischen Bitcoin-Kurs betrachtet, erschrickt wahrscheinlich gewaltig. Im westasiatischen Land kostet ein Bitcoin (BTC) jetzt Milliarden Rial. Auf den ersten Blick scheint es, als würde Bitcoin dort explodieren, aber in Wirklichkeit passiert genau das Gegenteil: Die lokale Währung ist in einen freien Fall geraten.

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Rial verliert unglaublich schnell an Wert

Die iranische Währung ist durch Hyperinflation praktisch wertlos geworden. Im täglichen Leben gilt mittlerweile ein Kurs von etwa 1,4 bis 1,5 Millionen Rial für einen US-Dollar. Das schlägt ein.

Auf dem Papier existiert noch ein offizieller Kurs von rund 42.000 Rial pro Dollar, gedacht für die Staatsbuchhaltung und subventionierte Importe. Aber für gewöhnliche Bürger bestimmt der Schwarzmarkt den Wert des Geldes.

Inflation bedeutet Preissteigerungen. Und diese Preise stehen im Iran einfach in Rial. Trotzdem dreht sich alles um den Dollar und das kommt daher, dass der Rial so schnell an Wert verliert, dass er kein verlässlicher Maßstab mehr ist.

Das ist wiederum die Folge schwerer internationaler Sanktionen, wirtschaftlicher Probleme und politischer Unsicherheit.

Verkäufer verwenden den Dollar deshalb als Maßstab. Ein Händler bestimmt zuerst, was ein Produkt ihn in Dollar kostet, um es neu einzukaufen. Diesen Dollarbetrag rechnet er danach in Rial zum Schwarzmarktkurs um.

Fällt der Rial heute weiter gegenüber dem Dollar, dann muss der Preis morgen steigen. So sorgt eine schwächere Währung direkt für höhere Preise, auch wenn alles in Rial abgerechnet wird.

Die Regierung spricht von einer Inflation von 40 bis 50 Prozent pro Jahr, aber die tatsächlichen Kosten steigen oft noch ein Stück schneller. Solche Zahlen sind für uns als Deutsche kaum vorstellbar. Diese Woche kam die jährliche Inflation bei uns auf 2,8 Prozent herein.

BTC-Kurs explodiert auf Milliarden

Der Dollar steht im Mittelpunkt, weil niemand dem Rial vertraut. Wer heute Rial annimmt, weiß nicht, was sie morgen wert sind. Der Dollar ist stabiler, weltweit akzeptiert und seit Jahrzehnten im informellen Handelskreislauf eingebürgert. Deshalb wird er als Referenz verwendet, selbst wenn niemand offiziell damit bezahlt.

Und da kommt Bitcoin ins Spiel. Bitcoin wird weltweit in Dollar bepreist. Wenn der Dollar im Iran immer mehr Rial kostet, steigt der Bitcoin-Kurs in Rial automatisch mit. Das liefert Grafiken, in denen Bitcoin Milliarden Rial wert ist. Aber es ist also nicht Bitcoin, das im Wert explodiert, sondern einfach der Rial, der zusammenbricht.

Bitcoin-Risiko durch Quantenbedrohungen laut Coinbase-Analyst
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Kann das auch in Deutschland passieren?

Eine Situation wie im Iran ist in unserem Land sehr unwahrscheinlich. Der Euro ist stabil und es gibt keine Sanktionen oder Kapitalkontrollen.

Trotzdem berührt die iranische Geschichte auch Deutsche bei der Kernfrage: Was passiert mit deinem Spargeld, wenn Geld langsam seinen Wert verliert?

Inflation bedeutet, dass deine Kaufkraft abbröckelt. Das sehen wir hier auch, wenn auch in viel milderer Form.

Lebensmittel werden teurer, Mieten steigen und Spargeld bringt seit geraumer Zeit weniger ein als die Inflation. So kannst du immer weniger kaufen mit demselben Betrag, der auf deinem Sparkonto liegt.

Im Iran läuft dieser Prozess im Schnellzugtempo ab und Menschen werden gezwungen, auf Alternativen wie den Dollar, Gold oder sogar Bitcoin auszuweichen.

Die Lektion ist nicht, dass der Euro morgen zusammenbricht, aber dass Spargeld verwundbar ist, sobald Vertrauen unter Druck gerät. In extremen Fällen passiert das unglaublich schnell, wie im Iran. In stabilen Ländern frisst Inflation langsamer, aber der Effekt ist derselbe: Kaufkraft verschwindet.

Gold spielt seit Jahrhunderten diese schützende Rolle wegen seiner Knappheit. Bitcoin wird von Befürwortern als das digitale Pendant des Edelmetalls gesehen.

Die Kryptowährung muss ihren Platz noch verdienen, aber sie ermöglicht zum ersten Mal digitale Knappheit. Es werden niemals mehr als 21 Millionen Bitcoin existieren und es gibt niemanden, der das einfach ändern kann.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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