Foto: Daniel Avram/Shutterstock
Wer auch am Wochenende die Märkte verfolgt, sah das Sentiment bereits kippen. Die sogenannte Weekend Wall Street und Weekend Tech zeigten einen deutlichen Rückgang, wobei die amerikanischen Tech-CFDs am Sonntagmorgen etwa 0,75 Prozent niedriger notierten. Das sagt an sich wenig, außer dass die Börsen wahrscheinlich schwach in diese Woche starten. Würde auch Bitcoin darunter leiden?
Mehr als ein nervöses Wochenende
Laut Marktanalyst Michael Kramer kommt diese Woche mehr hinzu als nur ein nervöses Wochenende. Dienstag steht eine mögliche Entscheidung des amerikanischen Obersten Gerichtshofs auf der Agenda, während der Markt bereits am Freitag erhöhte Volatilität einpreiste. Das macht es wahrscheinlich, dass sich die Unruhe vor allem im nächtlichen Handel aufbauen wird, mit möglicherweise steigender Volatilität in Richtung des Veröffentlichungszeitpunkts um 16:00 Uhr deutsche Zeit.
Als ob das noch nicht genug wäre, fällt Dienstag auch mit einem Abwicklungstag von 14 Milliarden Dollar an amerikanischen T-Bills zusammen. Das bedeutet, dass vorübergehend Liquidität aus dem System entzogen wird. In einem Markt, der bereits empfindlich auf Finanzierungsstress reagiert, kann das schnell Auswirkungen haben.
Kramer weist dabei vor allem auf die kurzen Zinsen hin: „Wenn die Overnight-Finanzierungssätze über 3,75 Prozent steigen, nimmt der Druck auf die Standing Repo Facility der Fed schnell zu.“ Das ist meist kein Zeichen von Entspannung, aber von enger werdenden finanziellen Bedingungen, und das ist in der Regel schlechte Nachricht für Bitcoin und andere Risikoanlagen.
Technisch gesehen wirkt das Bild für Aktien ebenfalls anfällig. Der S&P 500 scheint bei Wiedereröffnung in eine sogenannte negative Gamma-Umgebung zu geraten, so stellt Kramer fest. Das bedeutet, dass Kursbewegungen sich selbst verstärken können, was die Wahrscheinlichkeit für scharfe Schwankungen erhöht. Der steigende Keil im Chart ist laut Kramer noch immer intakt. Ein Durchbruch unter das Unterstützungsniveau um 6.900 Punkte würde die Tür zu einer tieferen Korrektur öffnen.

Was bedeutet das für Bitcoin?
Auch für den Bitcoin-Kurs ist diese Art von Marktdynamik relevant, auch wenn Krypto theoretisch unabhängig vom Aktienmarkt steht. In Perioden, in denen Liquidität vorübergehend knapper wird und Volatilität steigt, sehen wir oft, dass Anleger Risiko abbauen. Das kann kurzfristig Druck auf Bitcoin ausüben, besonders wenn Aktien und Tech-Aktien nachgeben.
Gleichzeitig müssen wir diese Reaktion nicht zwangsläufig bekommen. Wenn Spannungen in den Finanzmärkten zu Stress in Kreditmärkten oder Zweifeln an der Stabilität führen, kann Bitcoin gerade wieder attraktiv werden für Anleger, die außerhalb des traditionellen Systems bleiben wollen. Kurzfristig überwiegt jedoch meist die Liquiditätsseite: weniger Geld im System bedeutet weniger Raum für riskante Positionen.
Dienstag verspricht damit ein interessanter Test zu werden. Nicht nur für Aktien, aber auch für Bitcoin, das erneut zeigen muss, ob es sich mit traditionellen Märkten mitbewegt oder gerade seinen eigenen Weg wählt.
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