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Trump schuld am Krypto-Crash, doch die Ursache liegt tiefer

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Bitcoin unter Druck nach Trump-Crash: Das erwarten Experten jetzt

Foto: Victor Sanchez G / Shutterstock

Mit dem Krypto-Crash vom vergangenen Freitag noch frisch im Gedächtnis scheint nun wieder etwas Ruhe eingekehrt zu sein – Zeit also, das Ereignis genauer zu analysieren.

In den sozialen Medien wurde schnell ein Schuldiger gefunden: die Ankündigung neuer Importzölle auf chinesische Waren durch den US-Präsidenten Donald Trump.

Doch stimmt das wirklich? War der enorme Absturz tatsächlich auf ein einziges geopolitisches Ereignis zurückzuführen – oder steckte mehr dahinter?

Trump bekommt die Schuld für den massiven Kurseinbruch

Nach dem Crash wurde in den sozialen Medien, vor allem auf X, heftig über die Ursache spekuliert.

Viele Händler zeigten sofort auf die Ankündigung des neuen Importzolls durch US-Präsident Donald Trump.

Trump hatte am Freitag verkündet, dass die Vereinigten Staaten ab dem 1. November einen zusätzlichen Importzoll von 100 Prozent auf alle chinesischen Waren erheben werden – zusätzlich zu den bereits bestehenden Zöllen.

Laut dem Analyseportal Santiment handelt es sich dabei jedoch um typisches Rationalisierungsverhalten: Händler suchen im Nachhinein nach einer klaren Erklärung für komplexe Marktbewegungen.

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Mehr Gründe hinter dem großen Krypto-Crash

Analysten von The Kobeissi Letter betonen, dass die eigentliche Ursache tiefer liegt als nur bei den neuen Zöllen.

Die Zollankündigung war laut ihnen lediglich ein Katalysator, aber nicht der Auslöser. Der Kryptomarkt war zu diesem Zeitpunkt bereits überhitzt, mit zu vielen gehebelten Positionen.

Kobeissi beschreibt, dass die Verkaufswelle schon Stunden vor Trumps Ankündigung begonnen hatte. Ein großer Händler hatte zudem kurz davor auf fallende Kurse gesetzt.

Kurz vor dem Wochenende ging außerdem die Liquidität stark zurück, da große Marktteilnehmer ihre Risiken reduzierten und Verkaufsaufträge platzierten.

Dadurch entstand ein Abwärtsdruck, der kaum abgefangen wurde. Als die Kurse dann zu fallen begannen, wurden viele gehebelte Positionen automatisch liquidiert.

Das löste eine Kettenreaktion von Liquidationen aus, die den Abverkauf in kürzester Zeit zu einem Crash machte. Erst danach reagierte die breite Masse auf die Trump-Meldung, was die Verkaufswelle zusätzlich verstärkte.

Die Auswirkungen auf das Marktstimmung

Insgesamt wurden Positionen im Wert von über 16,5 Milliarden Euro bei mehr als 1,6 Millionen Händlern liquidiert – eine der größten Liquidationswellen in der Geschichte des Kryptomarktes.

Das Marktsentiment erlitt einen schweren Schlag: Der bekannte Fear & Greed Index fiel auf 24, also in den Bereich „extreme Angst“.

Laut Santiment bleiben die Entwicklungen zwischen den USA und China kurzfristig entscheidend für die Marktstimmung.

Verbessern sich die Gespräche zwischen beiden Ländern, könnte das Vertrauen in den Markt zurückkehren.

Sollten sich die Spannungen jedoch weiter zuspitzen, erwartet Santiment eine neue Welle pessimistischer Prognosen – insbesondere Spekulationen über einen Bitcoin-Kurs u nter 100.000 US-Dollar.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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