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Der Kurs von Bitcoin hat Mühe, die Grenze von 76.500 Euro überzeugend zu durchbrechen. Der Markt erhielt diese Woche dabei ein auffälliges Signal. In den vergangenen Tagen flossen große Mengen Bitcoin in Richtung Kryptobörsen, während Daten des Netzwerks zeigen, dass Anleger zum ersten Mal seit Oktober 2023 wieder Nettoverluste hinnehmen.
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Ungewöhnlicher Bitcoin-Zufluss
Laut Daten des Netzwerks wurden zwischen dem 20. und 21. Januar 16.653 Bitcoin zu Börsen verlagert. Das ist auffällig, weil der durchschnittliche tägliche Saldo im Januar zwischen einem leichten Abfluss und einem leichten Zufluss von etwa 2.000 Bitcoin pro Tag schwankte. Früher diese Woche war unter den Ethereum-Nachrichten zu lesen, dass auch Vermögensverwalter Blackrock 365 Millionen Euro an Bitcoin und Ethereum zu Börsen verlagert hat.
Forscher Axel Adler jr. weist darauf hin, dass besonders Dienstag und Mittwoch auffielen, mit jeweils 9.867 und 6.786 Bitcoin an Zufluss. Dieses Muster erinnert an frühere Momente in 2025, in denen lokale Markthochs gebildet wurden. Eine solche Zunahme des Zuflusses zu Börsen wird oft als Zeichen gesehen, dass Anleger sich auf Verkäufe vorbereiten.
Obwohl der Nettozufluss inzwischen wieder auf ein begrenztes Niveau zurückgegangen ist, hängt dieser zusätzliche Vorrat wie eine Art Wolke über dem Markt. Besonders die Zone zwischen 75.500 Euro und 76.500 Euro erweist sich dadurch als schwieriges Gebiet zum Durchbrechen.
Verlust der Kurzfristanleger
Auch die Rentabilität aktueller Käufer steht unter Druck. Ein weiterer Indikator, der dies misst, ist die Short-Term Holder Spent Output Profit Ratio. Dieser Indikator misst, ob aktuelle Käufer ihre Bitcoin mit Gewinn oder Verlust verkaufen. Der Sieben-Tage-Durchschnitt liegt knapp unter dem Break-even-Punkt. Das bedeutet, dass viele Kurzfristanleger derzeit mit Verlust verkaufen.
Beim aktuellen Dip in Richtung 74.300 Euro lag der Verlust durchschnittlich bei etwa drei bis vier Prozent. Das deutet auf Unsicherheit und einen Mangel an Überzeugung bei schnellen Händlern hin. Einerseits kann es zusätzlichen Verkaufsdruck verursachen. Andererseits bildet Verlustmitnahme manchmal gerade die Basis für Stabilisierung, weil schwächere Hände den Markt verlassen.
Vorsichtige Erholung
Gleichzeitig gibt es auch Signale, die ein positives Bild zeigen. Daten von Glassnode zeigen, dass sich der Markt langsam verbessert. An großen Börsen wie Binance dreht sich das Volumen wieder häufiger zugunsten der Käufer, während der Verkaufsdruck auf Coinbase abgeflacht ist.
Darüber hinaus deuten Stablecoin-Indikatoren auf eine mögliche Bodenbildung hin. Das Verhältnis zwischen der Marktkapitalisierung von Bitcoin und verfügbaren Stablecoins fiel nach der aktuellen Korrektur stark. Das bedeutet, dass der Kurs schneller fiel als die verfügbare Liquidität. Historisch kann dieses Signal Raum für Erholung geben.
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