Rezession, Stagflation oder doch ein Bullmarkt für Bitcoin

2 Min. Lesedauer
Aktualisiert am 07. Aug. 2025, 07:34

Der Bitcoin-Kurs stieg seit April rasant und konnte am 14. Juli ein neues Allzeithoch von 123.300 Dollar verzeichnen. Ab diesem Moment begannen die Bären vorsichtig zu übernehmen, und mittlerweile sitzt der Schrecken tief.

Damit sehen wir erneut das Muster, das die Finanzmärkte in den vergangenen zwei Jahren dominiert, wobei Anleger sich abwechselnd Sorgen über Rezessionen und Inflationswellen machen, ohne dass sich diese Probleme wirklich manifestieren.

Quelle: Capital Flows

Die obenstehende Grafik von Capital Flows zeigt diese Dynamik gut auf. Wir sehen das Wirtschaftswachstum schon eine Weile zwischen 1,5 Prozent und 3,0 Prozent hin und her pendeln. An der Obergrenze beginnt man sich Sorgen über Inflation zu machen, während an der Untergrenze die Angst vor einer Rezession steigt.

Immer wieder schafft es die amerikanische Wirtschaft jedoch, sich in die richtige Richtung zu bewegen und gesund zu bleiben. Das ist extrem wichtig für Bitcoin, da ein Bullmarkt ohne eine gesunde Wirtschaft in den Vereinigten Staaten nicht möglich ist.

Sorgen über die Wirtschaft

Freitag begann man sich erneut Sorgen über die Wirtschaft zu machen, nachdem das Beschäftigungswachstum enorm enttäuschte und die Zahlen für die vergangenen zwei Monate deutlich nach unten korrigiert wurden. Dennoch scheint es am Arbeitsmarkt noch kein ernsthaftes Problem für die Wirtschaft im großen Amerika zu geben:

1. Obwohl das Beschäftigungswachstum vergangenen Freitag enttäuschte, liegt die Arbeitslosigkeit noch immer bei 4,2 Prozent und damit im niedrigsten Quintil seit 1948 - niedrigste 20 Prozent der gemessenen Werte in diesem Zeitraum.

2. Dasselbe gilt für die Arbeitslosenmeldungen von Menschen, die gerade arbeitslos geworden sind. Auch diese Zahl liegt auf einem historisch niedrigen Niveau. Das letzte Mal, dass Arbeitslosenmeldungen auf diesem Niveau lagen und es eine Rezession gab, war 1970. Damals lebten in den USA jedoch 205 Millionen Menschen, während es heute 340 Millionen sind.

Daher scheint es verfrüht, Panik bezüglich des Arbeitsmarktes zu empfinden. Die aktuellste Wirtschaftswachstumszahl kam auch bei +3,0 Prozent herein. Was grundsätzlich auf eine gesunde Wirtschaft hinweist.

Die Kerninflation liegt mit 3,0 Prozent etwas höher als das von der Zentralbank gewünschte Niveau von 2,0 Prozent, aber auch nicht problematisch.

Dabei sind die Quartalszahlen der meisten börsennotierten Unternehmen für Q2 2025 besser als erwartet.

Außerdem haben wir mit Donald Trump einen Präsidenten in den USA , der alles daran setzen wird, die Wirtschaft am Laufen zu halten, und er auch noch einen neuen Vorsitzenden für die amerikanische Zentralbank für Mai 2026 ernennen darf.

Das macht es jedenfalls deutlich unwahrscheinlicher, dass wir eine lange Periode fallender Kurse (einen Bärenmarkt) vor uns haben, und wahrscheinlicher, dass wir bald eine neue Periode des Bitcoin-Bullmarkts erleben.

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