Bitcoin ist in dieser Woche deutlich auf fast 58.000 US-Dollar gefallen – der niedrigste Stand seit Ende 2024.
Der Kursrückgang hinterließ deutliche Spuren am Markt: Fast 11 Millionen Bitcoin befanden sich im Minus.
Das ist der höchste jemals gemessene Wert und übertrifft sogar die Tiefpunkte früherer Bärenmärkte. Dennoch sehen einige Analysten darin gerade ein mögliches Signal für eine Bodenbildung.
Zusammengefasst
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Eine Rekordmenge von 10,83 Millionen BTC – rund 54 Prozent des Umlaufangebots – befand sich in dieser Woche im Minus.
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Auslöser war der kurzfristige Kursrückgang am Mittwoch auf etwa 58.100 US-Dollar.
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Selbst langfristige Anleger waren ungewöhnlich stark betroffen: In dieser Gruppe lagen 5,58 Millionen BTC im Verlust.
Rekordzahl an Bitcoin im Minus
Die Anzahl der Bitcoin, die sich im Verlust befinden, erreichte in dieser Woche mit 10,83 Millionen Coins einen neuen Höchststand. Das geht aus Daten von Glassnode hervor.
Das entspricht rund 54 Prozent des im Umlauf befindlichen Angebots. Damit liegt der Wert über den Höchstständen, die während früherer Markttiefs verzeichnet wurden.
Der kurze Rückgang unter die Marke von 60.000 US-Dollar reichte aus, um die Menge der verlustbringenden Bitcoin auf ein neues Rekordniveau zu treiben. Das verdeutlicht, welche Bedeutung dieses Preisniveau inzwischen für den Markt hat.
Das aktuelle Niveau ist mit den Tiefpunkten der Marktzyklen von 2019, 2020 und 2022 vergleichbar. Vor vier Monaten lag der Höchstwert noch bei 9,8 Millionen BTC.

Auch langfristige Anleger spürten den Rückgang
Auch Investoren, die ihre Coins über lange Zeit halten – die sogenannten Long-Term Holder (LTHs) – blieben nicht verschont.
Dabei handelt es sich laut der Analyseplattform Glassnode um Besitzer, die ihre Bitcoin seit mindestens 155 Tagen nicht bewegt haben.
In dieser Gruppe befanden sich 5,58 Millionen BTC im Minus, was 37 Prozent ihres gesamten Bestands entspricht. Das ist der zweithöchste jemals gemessene Wert und liegt nur knapp unter dem Höchststand vom März 2020.
Insgesamt hält diese Gruppe eine Rekordmenge von 14,8 Millionen Bitcoin. Das entspricht nahezu 75 Prozent des gesamten Umlaufangebots von rund 20,05 Millionen BTC.
Bodenbildung bei Bitcoin?
Die außergewöhnlich hohe Zahl an Verlustpositionen kann auch anders interpretiert werden: als mögliches Signal für eine Bodenbildung.
An den Tiefpunkten früherer Bärenmärkte befand sich ebenfalls häufig etwa die Hälfte aller Bitcoin im Minus. Auch der Kursrückgang von rund 50 Prozent gegenüber dem Rekordhoch von 126.000 US-Dollar entspricht früheren großen Korrekturen.
Hinzu kommt, dass Bitcoin den Bereich zwischen 58.000 und 59.000 US-Dollar inzwischen zum zweiten Mal getestet hat. Das könnte auf die Bildung eines Doppelbodens hindeuten.
Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten. Die Unsicherheit am Markt bleibt groß, während Inflation und Zinsen in den Vereinigten Staaten weiterhin auf einem hohen Niveau liegen. Außerdem könnte sich Bitcoin noch in einer frühen Phase des Bärenmarktes befinden. Ein mögliches Bodensignal ist daher keine Garantie dafür, dass das endgültige Tief bereits erreicht wurde.






