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Milliarden fließen aus Bitcoin-ETFs: Risiko oder Gelegenheit?

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Milliarden fließen aus Bitcoin-ETFs: Risiko oder Gelegenheit?

Foto: Vintage Tone / Shutterstock

Anleger machten Ende 2025 massenhaft die Tür bei US-Bitcoin-ETFs zu. In nur zwei Monaten verschwanden 4,57 Milliarden US-Dollar aus den Fonds, umgerechnet 3,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig fiel Bitcoin (BTC) zwischen November und Dezember um rund 20 Prozent.

Es handelt sich um den größten Abfluss aller Zeiten. Grund zur Panik oder eher ein perfekter Einstiegszeitpunkt?

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Größter Abfluss des Jahres 2025

Die schlechteste Phase seit der Einführung der Bitcoin-ETFs liegt hinter uns. Der bisherige Rekord lag bei 4,32 Milliarden US-Dollar Abfluss im Februar und März 2025. Erst nach fünf Wochen Abfluss erholten sich die Bitcoin-ETFs wieder.

Der Abflussrekord wurde im vergangenen Dezember übertroffen. Das bedeutet, dass per Saldo mehr Anleger ihre ETF-Anteile verkaufen, als neue Käufer hinzukommen. Mit anderen Worten: Es fließt mehr Geld aus den Fonds ab, als hineinkommt.

Den größten Schlag gab es im November. In diesem kalten Monat flossen 3,48 Milliarden US-Dollar aus den Fonds ab. Im Dezember folgten weitere 1,09 Milliarden US-Dollar. Nicht nur Bitcoin-ETFs litten stark. Auch die Ethereum-Fonds verzeichneten viele Abgänge. Dort verschwanden im November und Dezember zusammen mehr als 2 Milliarden US-Dollar.

Kryptoinvestoren setzen auf andere Fonds

Bemerkenswert ist, dass all diese Milliarden nicht komplett aus Krypto verschwanden. Es schien vielmehr eine neue Marktbewegung zu geben. Während Bitcoin und Ethereum (ETH) unter Druck standen, zogen ETFs, die sich auf andere Kryptowährungen konzentrieren, großes Interesse auf sich.

Produkte rund um XRP verzeichneten in denselben zwei Monaten über 1 Milliarde US-Dollar Zufluss, während Solana-ETFs zusammen mehr als 500 Millionen US-Dollar anzogen. Das deutet auf eine auffällige Rotation innerhalb des Kryptomarktes hin.

Anleger setzen auf Alternativen statt auf die großen Kryptowährungen, in der Hoffnung, mit kleineren Spielern schneller Gewinne zu erzielen.

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Krypto-Analyst: „Kein Grund zur Panik“

Laut Marktkennern gibt es keinen Grund, sofort Panik zu schieben. Vikram Subburaj, CEO der Krypto-Börse Giottus, bezeichnet den Abfluss nicht als Paniksignal, sondern eher als „typisches Jahresendphänomen“.

Am Jahresende passen viele Anleger ihr Krypto-Portfolio an – etwa um Gewinne mitzunehmen oder Handelsrisiken zu senken. Außerdem bringen sie so ihre Positionen wieder ins Gleichgewicht. Diese Bewegungen verursachen manchmal vorübergehenden Verkaufsdruck, ohne dass das Vertrauen in den Markt tatsächlich verschwindet.

Mehr Ausgleich am Kryptomarkt

Laut Subburaj versucht der Markt derzeit vor allem, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Anleger, die schnell Gewinne erzielen oder weniger Risiko eingehen wollen, steigen aus.

Gleichzeitig kaufen andere Akteure nach, was den Verkaufsdruck etwas mindert. Dadurch bewegt sich der Kurs weniger stark. Käufer und Verkäufer warten vor allem darauf, dass wieder mehr Geld in den Markt fließt.

Wenn dieses Geld im Januar zurückkehrt, wird der Kryptomarkt eine klare Richtung einschlagen. Analysten wie Subburaj schließen daraus, dass der Abfluss bei Bitcoin- und Ethereum-ETFs vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Anleger am Jahresende ihre digitalen Bestände umschichten.

Das Geld verschwindet nicht vollständig aus Krypto, sondern fließt eher in Altcoins wie XRP und Solana (SOL).

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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