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Kryptomarkt stottert: Das lief laut Tom Lee schief

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Kryptomarkt stottert: Das lief laut Tom Lee schief

Foto: Bigc Studio (Shutterstock)

Der jüngste Kursrückgang am Kryptomarkt war kein normaler Crash, sondern wurde durch eine schwelende Liquiditätskrise unter großen Market Makern ausgelöst.

Diese gerieten durch den Crash am 10. Oktober in finanzielle Schwierigkeiten, die bis heute andauern, sagt Marktanalyst und CEO von BitMine, Tom Lee.

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Market Maker in Schwierigkeiten

In einem Interview mit CNBC betonte Lee, dass am 10. Oktober mehr als 16 Milliarden Euro an Positionen am Kryptomarkt liquidiert wurden. Der Bitcoin(BTC)-Kurs fiel damals innerhalb eines Tages von 122.500 US-Dollar auf 110.000 US-Dollar.

Das verursachte die größte Liquidationswelle aller Zeiten am Kryptomarkt und traf viele Market Maker überraschend, sagt Lee. Market Maker sind professionelle Händler, die – wie der Name schon sagt – „den Markt machen“.

Sie platzieren gleichzeitig große Mengen an Kauf- und Verkaufsorders, kaufen etwas günstiger ein, als sie verkaufen, und verdienen an der Differenz.

Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass es an Handelsbörsen stets genügend Angebot und Nachfrage gibt, um einen Markt ohne extreme Preisschwankungen zu schaffen. Tom Lee erklärt:

„Market Maker sind im Kryptobereich entscheidend, weil sie Liquidität bereitstellen. Sie sind fast die Zentralbanken des Kryptomarktes.“

Teufelskreis

Durch den massiven Schlag am 10. Oktober gerieten viele Market Maker in finanzielle Probleme, sagt Lee.

Die Kursverluste führten zu einem Mangel an Handelskapital, gleichzeitig nahm die Handelsaktivität an den Börsen ab, wodurch auch die Einnahmen zurückgingen. So entstand ein Teufelskreis, erklärt Lee:

„Wenn sie ein Loch in der Bilanz haben, für das sie Kapital aufnehmen müssen, sind sie gezwungen, ihre Bilanz reflexartig zu verkleinern und weniger zu handeln. Und wenn die Preise fallen, müssen sie anschließend noch mehr verkaufen.“

Dieser ständige, tropfenweise Verkaufsdruck sei laut Lee der Grund für die anhaltenden Kursrückgänge der vergangenen Wochen.

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Frage von Wochen?

Seiner Einschätzung nach könnte es noch einige Wochen dauern, bis die Market Maker sich erholt haben und ihre massiven Verkäufe einstellen. Er verweist dabei auf 2022, als eine ähnliche Situation auftrat:

„Im Jahr 2022 dauerte es acht Wochen, bis alles wirklich abgewickelt war. Jetzt sind wir erst seit sechs Wochen drin.“

In den kommenden Wochen wird sich also zeigen, ob er recht behält. Vor einigen Tagen betonte Lee zudem, dass er weiterhin daran glaubt, dass der Bitcoin-Kurs bis Ende 2025 ein neues Allzeithoch erreichen kann.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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