Robert Kiyosaki warnt erneut vor dem US-Dollar. Der Autor des bekannten Buches Rich Dad Poor Dad sieht die neue Maßnahme der US-Regierung als verdecktes „Gelddrucken“. Seiner Ansicht nach gehören Sparer zu den Verlierern, während Besitzer von Vermögenswerten wie Bitcoin davon profitieren.
Anlass ist eine Entscheidung des US-Finanzministeriums, mehr eigene Staatsanleihen zurückzukaufen. Ab September wird der Höchstbetrag für bestimmte Rückkaufrunden von 2 Milliarden auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar verdoppelt.
Zusammengefasst:
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Die USA werden mehr langfristige Staatsanleihen zurückkaufen.
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Kiyosaki bezeichnet dies als eine neue Form des „Gelddruckens“.
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Seiner Ansicht nach macht ein schwächerer Dollar Vermögenswerte wie Bitcoin attraktiver.
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Offiziell handelt es sich bei der US-Maßnahme jedoch nicht um eine neue Runde des Gelddruckens.
„Sparer sind die größten Verlierer“
Kiyosaki äußert auf X scharfe Kritik. Seiner Ansicht nach schaffen die Vereinigten Staaten erneut „Falschgeld“, wodurch die Kaufkraft des Dollars weiter sinken werde.
Dabei verweist er auf Gold, Silber und Bitcoin. Menschen, die ihr Vermögen seiner Ansicht nach in solche Anlagewerte investieren, würden reicher, während Sparer Kaufkraft verlieren, weil der Dollar an Wert verlieren werde.
Diese Ansicht vertritt Kiyosaki bereits seit Längerem. Bitcoin ist für ihn interessant, weil es niemals mehr als 21 Millionen Bitcoin geben kann. US-Dollar hingegen können in wesentlich größeren Mengen geschaffen werden.
Was machen die USA eigentlich?
Die Realität ist etwas differenzierter. Das US-Finanzministerium wird ab dem 9. September mehr ältere Staatsanleihen zurückkaufen. Dabei geht es vor allem um Anleihen mit Laufzeiten zwischen zehn und dreißig Jahren. Die Regierung versucht damit, den Handel mit diesen Anleihen liquider zu machen, nachdem die langfristigen US-Zinsen deutlich gestiegen waren.
Nach der Ankündigung verlor der US-Dollar-Index rund 0,8 Prozent. Kiyosaki bezeichnet dies als Crash, doch eine solche Bewegung allein ist noch kein Beleg dafür, dass der Dollar strukturell einbricht.

Keine neue Gelddruckmaschine
Auch Kiyosakis Vergleich mit dem Gelddrucken trifft nicht ganz zu.
Bei echtem Quantitative Easing (QE) kauft die US-Notenbank in großem Umfang Anleihen und schafft dafür neues Geld. In diesem Fall handelt jedoch das US-Finanzministerium selbst, und es geht um die Verwaltung und den Rückkauf bestehender Staatsschulden.
Dieser Unterschied ist wichtig.
Auch seine Warnung, dass die Inflation nun unmittelbar explodieren werde, spiegelt sich bislang nicht in den Zahlen wider. Die US-Inflation lag im Juli bei 3,4 Prozent und damit etwas niedriger als die 3,5 Prozent des Vormonats.
Kiyosaki sieht die Maßnahme daher vor allem als ein weiteres Zeichen dafür, dass das Vertrauen in traditionelle Währungen zunehmend unter Druck geraten könnte. Ob Bitcoin-Besitzer dadurch tatsächlich reicher werden, wird letztlich vor allem davon abhängen, wie sich der Bitcoin-Kurs selbst entwickelt.








