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Der Bitcoin (BTC)-Kurs ist seit Oktober 2025 extrem gefallen, verlor rund 50 Prozent, und es ist klar, dass wir uns in einem Bärenmarkt befinden. Während Bitcoin fiel, äußerten immer mehr Analysten Sorgen über die finanzielle Lage in Japan und den damit verbundenen Yen-Carry-Trade.
Steigende Zinsen in Japan würden eine Bedrohung für das gesamte westliche Finanzsystem darstellen.
Doch was beobachten wir nun? Seit den Wahlen ist die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen um etwa 0,25 Prozentpunkte gesunken. Das muss man wissen, um dieses Thema zu verstehen.
#Japan Crisis, What Crisis? JGB term premia have fallen nearly 25bp since #Election pic.twitter.com/dsa3LyK6hZ
— CrossBorder Capital/ GLIndexes (@crossbordercap) February 20, 2026
Warum ist das wichtig für Bitcoin?
Jahrelang wurden die Zinsen in Japan künstlich auf einem extrem niedrigen Niveau gehalten. Dadurch war es für Investoren attraktiv, Kapital in japanischen Yen aufzunehmen und dieses anschließend in US-Aktien oder beispielsweise in Bitcoin zu investieren.
So konnte man günstig in einer Währung leihen, die gegenüber dem US-Dollar voraussichtlich an Wert verlieren würde, und gleichzeitig von Kursanstiegen bei Aktien und Bitcoin in eben diesem Dollar profitieren.
In jüngster Zeit sahen wir jedoch eine Kehrtwende. Die Bank of Japan schien mit den extrem niedrigen Zinsen Schluss zu machen, es kam zu einigen Zinserhöhungen, und an den japanischen Anleihemärkten schossen die Renditen in die Höhe.
Das stellt eine Bedrohung für den Yen-Carry-Trade – die oben beschriebene Dynamik – dar, da es plötzlich weniger rentabel wird, japanische Yen zu leihen und in Dollar-Assets umzuwandeln.
Ist die Krise in Japan bereits vorbei?
Im Januar erreichten die japanischen Renditen ihren Höhepunkt und gingen anschließend um 0,25 Prozentpunkte zurück. Das deutet darauf hin, dass Investoren wieder Vertrauen in langfristige japanische Staatsanleihen fassen. Die akute Spannung am Anleihemarkt scheint damit vorerst nachgelassen zu haben.
Bemerkenswerterweise fiel diese Bewegung mit einem wichtigen Moment für Bitcoin zusammen. Im selben Zeitraum erreichte die digitale Währung ein vorläufiges Tief von 60.000 US-Dollar.
Seitdem stabilisierte sich der Kurs, was darauf hindeuten könnte, dass auch innerhalb des Kryptomarktes eine Phase der Neupositionierung stattfand.
Ob hier ein direkter Zusammenhang besteht, lässt sich nur schwer eindeutig belegen. Dennoch beobachten Analysten häufig, dass Ruhe am Anleihemarkt Raum für risikoreichere Anlagen wie Aktien und Kryptowährungen schafft.
Sinkende Zinsen verringern schließlich den Druck auf das Finanzsystem und erhöhen in der Regel die Risikobereitschaft der Investoren. Die Entwicklungen in Japan können daher breiter als Signal für nachlassenden Stress im globalen Finanzsystem interpretiert werden.
Das bedeutet nicht automatisch, dass ein neuer Bullenmarkt begonnen hat, aber es stärkt das Bild, dass die Märkte möglicherweise dabei sind, ein Fundament für eine nächste Aufwärtsphase zu bilden.
Vorerst ist jedoch weiterhin Vorsicht geboten. Die japanischen Zinsen bleiben historisch betrachtet erhöht, und makroökonomische Unsicherheiten sind nach wie vor vorhanden. Doch die starken Spannungen zu Beginn dieses Jahres scheinen zumindest vorübergehend in den Hintergrund gerückt zu sein.
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