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Während Raketen über die Straße von Hormus fliegen und viele Reedereien ihre Schiffe stilllegen, entscheidet sich ein griechischer Milliardär genau für das Gegenteil.
George Prokopiou, Eigentümer des Tankerunternehmens Dynacom, schickt seine Schiffe bewusst durch eine der gefährlichsten Handelsrouten der Welt.
Für die meisten Schiffseigner ist das Risiko derzeit schlicht zu groß. Doch für eine kleine Gruppe von Draufgänger-Reedern kann die Krise enorme Gewinne bringen.
As Iranian missiles brought traffic across one of the world’s most vital trade lanes to a near halt, George Prokopiou became one of the few ship owners willing to let his tankers brave the journey. https://t.co/GoM9YGljsX pic.twitter.com/K5FdDl30R8
— Financial Times (@FT) March 6, 2026
Tanker fahren weiter trotz Kriegsgefahr
Seit dem Ausbruch des Konflikts mit Iran haben viele Reedereien ihre Tanker aus der Region abgezogen. Die Straße von Hormus, eine enge Passage zwischen Iran und Oman, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels verlaufen, ist dadurch nahezu zum Stillstand gekommen.
Dynacom Tankers hat laut Schifffahrtsdaten jedoch seit Beginn der Kämpfe mindestens fünf Tanker durch die Meerenge geschickt.
Und das geschieht trotz ernsthafter Bedrohungen. Iran hat gewarnt, dass Schiffe, die die Passage zu durchqueren versuchen, in Brand gesetzt werden könnten. Seit Beginn des Konflikts sollen bereits mehrere Schiffe getroffen worden sein, und es gab dabei auch Todesopfer unter Seeleuten.
Viele der Schiffe, die dennoch die Route wählen, schalten ihre Transponder aus — Systeme, die normalerweise automatisch Standort und Identität eines Schiffs senden.
Enorme Gewinne durch große Risiken
Der Grund, warum manche Reedereien das Risiko trotzdem eingehen, ist einfach: Geld.
Durch den Konflikt haben sich die Frachtraten für Öltanker mehr als verdoppelt. Ein einzelner großer Öltanker, ein sogenannter VLCC, kann derzeit rund 500.000 Dollar pro Tag für eine Fahrt aus der Golfregion nach China oder anderswohin einbringen.
Dieser Betrag ist ohne die zusätzlichen Kosten für Kriegsversicherungen, die ebenfalls stark angestiegen sind. Für Reedereien, die das Risiko eingehen, kann eine solche Zeit daher extrem lukrativ sein.
Der Mann hinter Dynacom
George Prokopiou ist ein bekannter Name in der internationalen Schifffahrt. Der 79‑jährige Grieche hat seit den 1970er‑Jahren ein riesiges Imperium aufgebaut. Seine drei Schifffahrtsunternehmen verfügen zusammen über mehr als 150 Schiffe, mit weiteren Dutzenden Tankern im Bau.
Trotz seines Milliardenvermögens gilt Prokopiou als relativ bescheidener Mensch. Laut Insidern fährt er noch immer einen alten Mercedes-SUV und tritt häufig mit einer einfachen Baseballkappe auf.
In der Branche hat er dennoch den Ruf eines Unternehmers, der bereit ist, Risiken einzugehen, vor denen andere zurückschrecken.
Krise als Chance
In geopolitischen Spannungszeiten verwandelt sich der Schifffahrtssektor oft in einen Markt, in dem Mut belohnt wird. Die Geschichte zeigt, dass einige der größten Schifffahrtsvermögen gerade in Zeiten von Kriegen und Handelskrisen entstanden sind.
Experten sehen Prokopiou genau in dieser Tradition. Sobald andere ihre Schiffe aus gefährlichen Regionen abziehen, entsteht eine Chance für Reeder, die weiterfahren — und dafür deutlich höhere Tarife verlangen können.
Der griechische Milliardär fasste seine Philosophie einst selbst knapp zusammen:
„Wenn du keine Risiken eingehen willst, solltest du keine Schiffe kaufen. Dann kauf lieber US-Staatsanleihen.“
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