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Die größte Bank Dänemarks, die Danske Bank, bietet ihren Kunden künftig Zugang zu Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) über börsengehandelte Produkte.
Damit endet ein internes Verbot von Kryptodienstleistungen, das seit 2018 galt. Der Schritt folgt auf eine steigende Kundennachfrage und strengere europäische Regulierung.
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Danske Bank ermöglicht Zugang zu Bitcoin und Ethereum
Kunden der Danske Bank können ab sofort in sogenannte Exchange-Traded Products (ETPs) investieren. Dabei handelt es sich um börsengehandelte Produkte, die den Kurs von Bitcoin und Ethereum abbilden, ohne dass Anleger die Coins selbst verwalten müssen.
Bereits in der vergangenen Woche war in den Krypto-Nachrichten zu lesen, dass ING ein ähnliches Produkt für deutsche Kunden anbietet.
Die Bank richtet sich dabei an Kunden, die selbstständig über die Handelsplattform investieren – ohne Anlageberatung. Der Zugang zu den Börsenprodukten soll es erleichtern, innerhalb eines bestehenden Wertpapierdepots ein Engagement in Krypto aufzubauen.
Im Jahr 2018 hatte sich die Danske Bank ausdrücklich von Kryptowährungen distanziert. Damals erklärte die Bank, Kryptowährungen kritisch gegenüberzustehen und Kunden dringend davon abzuraten, darin zu investieren.
Im Jahr 2021 wurde diese Haltung intern erneut bekräftigt.
Laut Kerstin Lysholm, Leiterin der Abteilung für Anlageprodukte, hat sich der Markt seither verändert. Durch neue europäische Vorschriften, darunter die Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA), sei der Sektor reifer geworden.
Dies sorge für mehr Transparenz und einen besseren Anlegerschutz.
Keine Beratung bei Krypto-Investitionen
Gleichzeitig betonte die Bank, dass das Angebot dieser Produkte keine Empfehlung darstellt.
Die Bank betrachtet Krypto als opportunistische Anlage und nicht als Standardbestandteil für langfristig orientierte Investoren. Daher bietet sie keine Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit Krypto an.
Nur Kunden, die eine sogenannte Angemessenheitsprüfung durchlaufen haben, erhalten Zugang zu den Krypto-Produkten. Damit prüft die Bank, ob ausreichende Kenntnisse über die Risiken vorhanden sind.
Der Zugang zu den Produkten darf laut Bank nicht als Billigung dieser Anlageklasse verstanden werden.
Laut Zahlen von Triple-A gab es in Dänemark im Jahr 2024 nahezu 70.000 Krypto-Besitzer. Im Bericht „Geography of Crypto 2025“ von Chainalysis belegt Dänemark Platz 84 von 151 Ländern in Bezug auf Krypto-Adoption.
Neue Regeln zu Krypto und nicht realisierten Gewinnen
Vor zwei Jahren veröffentlichte der dänische Steuerrat einen umfangreichen Bericht, in dem empfohlen wurde, für Krypto-Assets auf eine sogenannte „Vorratsbesteuerung“ umzustellen.
Dieses System würde Kryptowährungen wie Aktien und Anleihen behandeln. Dabei würde jährlich Steuer auf sowohl realisierte als auch nicht realisierte Gewinne auf den Gesamtportfoliowert erhoben, mit einem Steuersatz von bis zu 42 Prozent.
Derzeit werden nur realisierte Gewinne besteuert. Die neuen Regeln sollen 2026 in Kraft treten und breit angewendet werden – sogar auf Bestände, die bis in die Anfangsjahre von Bitcoin zurückreichen.
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