Größter Vermögensverwalter plant neuen Bitcoin-Fonds

2 Min. Lesedauer
29. Sept. 2025, 17:33

Der Vermögensverwalter BlackRock arbeitet an einem Bitcoin Premium-ETF. Dieses neue börsengehandelte Fondsprodukt soll nicht nur in Bitcoin investieren, sondern auch eine stabile Rendite ausschütten. Damit verleiht BlackRock dem Thema Bitcoin eine neue Ausrichtung – mit potenziell weitreichenden Folgen für Anleger.

Neuer Bitcoin-Fonds

BlackRock ist der größte Vermögensverwalter der Welt mit einem verwalteten Vermögen von rund 8,5 Billionen Euro. Zu den Kunden zählen Pensionsfonds, Regierungen, Zentralbanken, Versicherungen, Unternehmen sowie vermögende Privatanleger.

Am Donnerstag reichte BlackRock Unterlagen für einen Trust-Fonds im US-Bundesstaat Delaware ein. Dabei handelt es sich offenbar um die Vorbereitung für ein neues Bitcoin-ETF mit dem Namen iShares Bitcoin Premium ETF. Dieses neue Produkt ergänzt den bereits sehr erfolgreichen iShares Bitcoin Trust (IBIT), den BlackRock Anfang 2024 auf den Markt brachte.

Im Gegensatz zum IBIT-ETF wird der neue Bitcoin Premium ETF nicht nur in Bitcoin investieren, sondern auch regelmäßige Ausschüttungen bieten. Analyst Eric Balchunas vermutet, dass BlackRock dafür auf eine sogenannte „Covered Call“-Strategie setzt, bei der durch den Verkauf von Optionen auf Bitcoin-Futures Prämien eingenommen werden. Diese Prämien dienen dann als Renditequelle für Anleger.

Im Gegenzug für diese regelmäßige Rendite müssen Anleger allerdings einen Teil der möglichen Kursgewinne aufgeben. Steigt der Bitcoin-Kurs stark an, ist der Gewinn aufgrund der Optionsstruktur des Produkts begrenzt. Mit anderen Worten: Man profitiert nicht unbegrenzt von Kursanstiegen, erhält jedoch im Gegenzug regelmäßige Auszahlungen – ein Vorteil, den klassische Bitcoin-Investitionen nicht bieten.

BlackRock baut Marktführerschaft im Bitcoin-Bereich aus

Die Registrierung in Delaware deutet darauf hin, dass BlackRock bald auch eine offizielle Genehmigung bei der US-Börsenaufsicht SEC beantragen wird. Der Vermögensverwalter unterstreicht damit seine strategische Hinwendung zu Bitcoin.

Der Erfolg des bisherigen Bitcoin-ETFs dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen. Seit der Einführung im Jahr 2024 sind bereits mehr als 50 Milliarden Euro in den Fonds geflossen, womit BlackRock klarer Marktführer ist. Konkurrenten wie Fidelity liegen mit rund 10 Milliarden Euro deutlich zurück.

Auffällig ist, dass BlackRock bisher keine Pläne für ETFs auf Altcoins verfolgt. Laut Balchunas konzentriert sich der Vermögensriese bewusst nur auf Bitcoin und Ethereum und überlässt den Rest des Marktes anderen Anbietern.

Sollte der neue iShares Bitcoin Premium ETF genehmigt werden, könnte dies einen neuen Meilenstein für den Markt darstellen – es wäre das erste große Produkt, das Anlegern die Möglichkeit bietet, über die Börse Rendite auf eine Bitcoin-Investition zu erzielen.

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