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Immer mehr große Anleger nehmen Abstand vom US-Dollar. Laut einer aktuellen Umfrage unter Fondsmanagern ist die Positionierung gegenüber der Währung inzwischen die negativste seit mehr als zehn Jahren.
Sollte sich dieser Trend fortsetzen und der Dollar strukturell schwächer werden, hat das möglicherweise enorme Folgen für weltweite Geldströme und für den Bitcoin-Kurs.
Historischer Pessimismus rund um die amerikanische Währung
Der Dollar steht dieses Jahr erneut unter Druck und notiert nahe dem niedrigsten Niveau seit Jahren, nachdem er 2025 deutlich gefallen ist. Gleichzeitig nehmen spekulative Positionen gegen die Währung zu, während institutionelle Anleger ihr Engagement in Dollaranlagen abbauen oder absichern.

Hinter dieser Verschiebung liegen mehrere Faktoren. Unberechenbare amerikanische Politik, geopolitische Spannungen und Druck auf die Unabhängigkeit der Zentralbank sorgen für Zweifel an der Rolle der USA als sicherer Hafen.
Auch erwarten Märkte, dass die Zinsdifferenz zu anderen Regionen kleiner wird, weil die Federal Reserve später in diesem Jahr möglicherweise Zinssenkungen durchführt. Damit verschwindet ein wichtiger Vorteil des Dollars in internationalen Kapitalströmen.
Kapital sucht Alternativen
Wenn die dominierende Weltwährung strukturell schwächer wird, zwingt das Anleger dazu, neu über Diversifikation nachzudenken. Historisch fließt Geld in solchen Phasen in andere Währungen, Gold und manchmal in neue monetäre Alternativen.
Für Bitcoin ist das ein sehr wichtiger Mechanismus. Die digitale Währung wird oft als Schutz gegen monetäre Schwächung und steigende Staatsschulden gesehen. Ein langanhaltender Rückgang des Dollars kann dieses Narrativ verstärken, besonders wenn das Vertrauen in traditionelle Politik weiter abnimmt.
Dabei spielt auch, dass ein schwächerer Dollar üblicherweise mit lockereren Finanzbedingungen weltweit einhergeht. Niedrigere Zinsen und mehr Liquidität schaffen historisch gesehen ein günstigeres Klima für Risikoanlagen, eine Kategorie, in die Bitcoin noch immer fällt.
Kurzfristig unsicher, langfristig mit Potenzial
Dennoch ist der Effekt nicht eindeutig. Ein plötzlicher Rückgang des Dollars kann mit Marktstress, geopolitischen Spannungen oder Kapitalverschiebungen einhergehen, die gerade zeitweise Druck auf Risikoanlagen ausüben. Bitcoin reagiert in solchen Phasen oft volatil, manchmal negativ, bevor die breitere monetäre Geschichte die Oberhand gewinnt.
Aber wenn Fondsmanager recht behalten und der Dollar in eine mehrjährige Schwächephase gerät, verändert sich das größere Bild. Dann verschiebt sich die Aufmerksamkeit von zyklischen Kursschwankungen zu strukturellen Fragen über Kaufkraft, Schulden und Vertrauen in Fiatwährungen.
Ein möglicher Rückenwind für Bitcoin
In diesem Szenario kann Bitcoin von zwei gleichzeitigen Kräften profitieren: abnehmendes Vertrauen in den Dollar und lockerere weltweite Liquidität. Diese Kombination lag historisch oft der Basis starker Aufwärtsphasen im Kryptomarkt zugrunde.
Die zunehmende bearishe Position gegenüber dem Dollar ist daher mehr als eine Währungsgeschichte. Es ist vielleicht ein frühes Signal einer breiteren monetären Verschiebung. Eine Verschiebung, die, wenn sie sich fortsetzt, die Nachfrage nach Bitcoin erheblich verstärken kann.
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