Die Futures für den amerikanischen S&P 500 und Nasdaq färben sich beide grün am frühen Mittwochmorgen. Bitcoin hat eine schwerere Periode von 24 Stunden hinter sich und verlor fast 2 Prozent. Es scheint, dass die Bullen immer noch nicht in der Lage sind, das positive Momentum zurückzugewinnen. Der Verkaufsdruck auf Bitcoin bleibt aktuell gigantisch.
Wichtige Wochen stehen Bitcoin bevor
Es hat den Anschein, dass der Shutdown der amerikanischen Regierung diese Woche zu Ende geht. Das ist eine gute Nachricht für Bitcoin, weil die Regierung damit wieder Geld ausgeben kann. Im Prinzip bedeutet das einen kräftigen zusätzlichen Kapitalstrom für den Markt, wodurch die Liquidität wieder einen positiven Impuls bekommen sollte.
Gleichzeitig öffnen damit alle Behörden der Regierung wieder. Das bedeutet, dass wir endlich wieder wichtige makroökonomische Daten von den amerikanischen Regierungsorganen erhalten. Mit diesen Daten können wir anschließend herausfinden, was die amerikanische Zentralbank im Dezember und danach mit ihrer Zinspolitik machen wird.
Vorerst sieht der Markt immer noch eine Chance von 65,4 Prozent für eine Zinssenkung im Dezember. Das Risiko für Bitcoin ist, dass die amerikanische Zentralbank doch beschließt, im Dezember eine Pause einzulegen, und wir plötzlich keine Zinssenkung bekommen.

Das würde eine heftige Enttäuschung liefern und den Bitcoin-Kurs wahrscheinlich unter die 100.000 Dollar bringen. Vorerst behält der Markt jedoch das Vertrauen in das Szenario einer Zinssenkung.
Was erwartet der Markt danach?
Nach einer wahrscheinlichen Senkung im Dezember sieht der Markt vor, dass die Zinssitzungen im Januar und März in einer Pause resultieren. Anschließend bekommen wir im April wieder eine Zinssenkung, es folgt noch eine im Juli, und danach bleibt der Zins bis April 2027 auf demselben Niveau.

Nach der Senkung im Dezember sieht der Markt also noch etwa drei Zinssenkungen über die kommenden zwei Jahre vor. Das war vor einiger Zeit noch ganz anders, und das erklärt auch, warum der amerikanische Dollar aktuell so stark performte und Risikoanlagen wie Bitcoin es schwerer hatten.
Die große Frage ist jedoch, ob die strengen Worte von Vorsitzendem Jerome Powell rund um die letzte Zinsentscheidung wahrgemacht werden. Und wenn er tatsächlich eine Pause einlegt, dann wird es nicht lange dauern, bis Donald Trump sich zu Wort meldet und schon mal den nächsten Vorsitzenden für die Zentralbank benennt.
Er darf vor April 2026 einen neuen Vorsitzenden der amerikanischen Zentralbank ernennen, der wahrscheinlich für mehr Zinssenkungen plädieren wird. Somit können sich diese Prozentsätze in der kommenden Zeit noch erheblich verändern.






