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Der Ölmarkt musste diese Woche einen neuen Schock verkraften. Laut dem französischen Finanzminister Roland Lescure sind inzwischen 30 bis 40 Prozent der Energieinfrastruktur in der Golfregion beschädigt oder zerstört.
Zudem soll der Welt aktuell ein Defizit von elf Millionen Barrel Öl pro Tag fehlen. Reuters berichtete am Donnerstag außerdem, dass Energie-Manager und politische Entscheidungsträger während der CERAWeek vor der schwersten Störung des Öl- und Gasmarktes seit Jahrzehnten warnen.
🇫🇷 France confirms oil crisis, says 30-40% Gulf energy infrastructure destroyed.
France’s Finance Minister Roland Lescure revealed on Wednesday that between 30 and 40 per cent of Gulf refining capacity has been damaged or destroyed by Iran’s retaliatory strikes, leaving a…
— World of Statistics (@stats_feed) March 26, 2026
Elf Millionen Barrel pro Tag
Diese Zahl macht sofort deutlich, wie groß der Schock ist. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) liegt die weltweite Ölproduktion im Jahr 2026 bei rund 108,6 Millionen Barrel pro Tag.
Umgerechnet bedeutet das, dass das Defizit etwa zehn Prozent der globalen Produktion ausmacht. Selbst im Vergleich zur erwarteten weltweiten Nachfrage von 104 bis 105 Millionen Barrel pro Tag entspricht dies noch immer etwas mehr als einem Zehntel des Marktes.
Das ist keine Störung, die sich einfach ausgleichen lässt.
Dennoch scheint der Markt weiterhin so zu handeln, als würden sich die meisten Probleme schnell lösen, sobald der Krieg endet und die Straße von Hormus wieder geöffnet wird.
Das wirkt zu optimistisch. Denn die Schäden betreffen nicht nur den Transport durch die Meerenge, sondern auch Raffinerien, Lagerkapazitäten und die gesamte Energieinfrastruktur.
Verluste könnten noch größer werden
Hinzu kommt, dass einige Akteure sogar mit noch drastischeren Szenarien rechnen.
Barclays warnte diese Woche, dass eine anhaltende Störung der Straße von Hormus zu einem Verlust von 13 bis 14 Millionen Barrel Öl pro Tag führen könnte. Auch das Wall Street Journal berichtete, dass Analysten bereits von rund zehn Millionen Barrel sprechen, die dem Markt fehlen.
Die genaue Größenordnung bleibt also unklar, doch die Kernaussage ist eindeutig: Der Energiemarkt könnte vor einem historischen Angebotsschock stehen.
Für Bitcoin (BTC) ist das keineswegs unwichtig. Ein dauerhaft hoher Ölpreis treibt die Inflation an, belastet das Wirtschaftswachstum und könnte Zentralbanken dazu zwingen, länger vorsichtig bei Zinssenkungen zu bleiben.
Das ist in der Regel kein günstiges Umfeld für Bitcoin und andere risikobehaftete Anlagen, die empfindlich auf Liquidität und Marktstimmung reagieren.
Gleichzeitig gibt es auch Gründe, nicht vollständig in ein Katastrophenszenario zu verfallen. Die Geschichte zeigt, dass selbst große Kriege und Energiekrisen langfristig oft nur vorübergehende Schocks für die Finanzmärkte darstellen.
Es ist daher gut möglich, dass sich auch diese Krise letztlich eher als Delle im langfristigen Aufwärtstrend erweist als als dauerhafter Bruch.
Aktuell scheint der Markt jedoch vor allem auf eine schnelle Erholung zu setzen, obwohl die Signale dafür noch nicht ausreichend sind. Genau dieser Unterschied zwischen Hoffnung und Realität könnte in den kommenden Tagen für neue Unruhe an den Märkten sorgen.
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