Firmen mit Krypto-Reserven stoppen Käufe seit dem Crash

2 Min. Lesedauer
30. Okt. 2025, 16:50

Unternehmen, die strategische Reserven in Bitcoin(BTC), Ethereum(ETH) und anderen Kryptowährungen aufbauen, zeigen sich seit dem Marktcrash vom 10. Oktober 2025 zurückhaltend bei weiteren Käufen.

Aus aktuellen Daten geht hervor, dass das Vertrauen in diese Art von Reservestrategien stark gesunken ist. Nur ein Unternehmen bildet eine Ausnahme.

David Duong von Coinbase untersucht das Verhalten

David Duong, Leiter der Investmentforschung bei Coinbase, hat Unternehmen analysiert, die strategische Kryptoreserven (Digital Asset Treasury, DAT) halten – etwa in Form von Bitcoin oder Ethereum.

In einem Beitrag auf X erklärte er, dass sich diese Unternehmen weitgehend vom Markt zurückgezogen haben und derzeit keine weiteren Zukäufe tätigen.

„In den vergangenen zwei Wochen sind die Bitcoin-Käufe dieser Unternehmen auf nahezu das niedrigste Niveau des Jahres gefallen. Selbst an positiven Markttagen gibt es keine Anzeichen für eine Erholung.“

Duong bezeichnete diesen Kaufstopp als bemerkenswert, da es sich bei diesen Unternehmen meist um finanzstarke Akteure handelt. Das unterstreicht den Vertrauensverlust in digitale Reservewerte.

Lediglich ein Unternehmen sticht heraus: BitMine Immersion Technologies. Dieses Unternehmen ist laut Duongs Daten seit dem 10. Oktober der einzige konstante Käufer geblieben.

Es hat seither rund 1,65 Milliarden Euro investiert, um etwa 483.000 Ethereum zu erwerben.

Die Käufe von BitMine – ergänzt durch kleinere Investitionen anderer Unternehmen – haben dafür gesorgt, dass es in den letzten sieben Tagen insgesamt ein positives Nettoergebnis bei den Ethereumreserven gab.

Sollte BitMine seine Käufe verlangsamen oder unterbrechen, könnte dieses positive Saldo schnell ins Negative kippen, so Duong. Die Marktlage bleibt angespannt.

Strategische reserve aankopen door bedrijven
Die Käufe strategischer Reserven durch Unternehmen. Quelle: David Duong / X.

Fallende Aktienkurse von DAT-Unternehmen

Unternehmen mit strategischen Kryptoreserven sehen ihre Aktienkurse seit dem Crash deutlich fallen. Selbst wenn ihre Einstandspreise unter den aktuellen Kursen liegen, ist das Vertrauen vieler Investoren geschwunden.

Aus der veröffentlichten Grafik geht hervor, dass diese Unternehmen derzeit kaum noch Bitcoin oder Solana(SOL) kaufen.

Der Fokus liegt fast ausschließlich auf Ethereum – und selbst das hauptsächlich durch ein einzelnes Unternehmen. Das Vertrauen in Kryptowährungen als strategische Reserve scheint vorerst geschwächt.

Die meisten Firmen halten sich mit Investitionen zurück. Nur BitMine Immersion Technologies investiert weiterhin aktiv in Ethereum.

Dennoch könnte auch dies nur ein temporärer Rückzug sein, während sich der Markt vom jüngsten Einbruch erholt und Unternehmen ihre Strategie überdenken.

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