Gino Presti Gino Presti
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Finanzmarkt unter Druck, warum keine Bullmarkt?

Kurs fällt, aber Bullenmarkt winkt für Bitcoin

Foto: cryptostock/Shutterstock

Nach einer spektakulären Erholung in den knapp zwei Monaten nach der Abgabenkrise an der Börse bleibt der echte Durchbruch aus. Bitcoin schaffte es, ein Allzeithoch von fast 112.000 Dollar zu erreichen, aber danach stockte das Steigen. Dasselbe gilt für die Börse, die von April bis Ende Mai eine fantastische Periode mit Renditen erlebte.

Warum konnten die Anstiege nicht fortgesetzt werden? Wo bleibt doch diese Bullmarkt? Und müssen wir uns vorsichtig Sorgen machen?

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Warum läuft Bitcoin fest?

Das sind ein paar gute Fragen, denn nach einem Allzeithoch würdest du erwarten, dass Bitcoin fortsetzen kann. Mit dem aktuellen Rekord wurde das vorherige Allzeithoch um weniger als 3.000 Dollar verbessert. Das sind natürlich nicht die Renditen, für die Bitcoiner unterschreiben und an die sie in den vergangenen Jahren gewöhnt sind.

Wir müssen doch zu Kursen von 150.000 bis 200.000 Dollar? Aber wo bleiben die?

Die ehrliche Antwort ist, dass niemand sicher weiß, warum die Anstiege nicht fortgesetzt werden konnten. Aber es gibt natürlich Vermutungen.

Hauptverdächtiger ist wahrscheinlich altmodische Gewinnmitnahme. Von Boden bis Spitze sahen wir den Bitcoin-Kurs um fast 38.000 Dollar oder gut 50 Prozent steigen. Und das ist in zwei Monaten Zeit einfach sehr viel.

Für die amerikanischen Börsenindizes ging es auch um Renditen von bis zu 30 Prozent. Dann wird es für Anleger immer verlockender, etwas Risiko vom Tisch zu nehmen und einige Gewinne zu realisieren.

Und zu Recht, wie sich zeigt, denn die Kurse sind inzwischen erheblich gefallen. Besonders im Fall von Bitcoin. Die digitale Münze handelt zum Zeitpunkt des Schreibens bei 102.858 Dollar und hat damit fast 10.000 Dollar vom aktuellen Kursrekord verloren.

Es ist mehr im Gange

Neben der logischen Erklärung, dass Anleger nach einer Periode schneller Renditen einige Gewinne realisieren, sind auch andere Faktoren zu identifizieren.

Erstens führt Donald Trump immer noch einen Handelskrieg im Namen der Vereinigten Staaten, und wir müssen noch sehen, welche definitiven Abkommen dort letztendlich herauskommen.

Die Chance ist groß, dass wir kurzfristig mit einer weniger effizienten Welt enden. Es bestehen momentan mehr Risiken für die Weltwirtschaft als vor ein paar Monaten, das ist eine Tatsache.

Und mehr Risiko bedeutet, dass Anleger etwas zurückhaltender werden. Das bildet eine natürliche „Bremse“ für die Kurse momentan.

Dabei sehen wir auch die langen Zinsen auf Staatsanleihen weltweit steigen. Auch dafür sind allerlei Gründe anzuführen: Anleger verlieren das Vertrauen in die finanzielle Gesundheit von Regierungen, Trump warf kürzlich die Sparsamkeit über Bord, und Deglobalisierung hilft auch nicht mit.

Es gibt genug Gründe für diese steigenden Zinsen. Die Auswirkung davon ist nicht gut für Bitcoin und Aktien:

  • Anleihen werden attraktiver für Anleger. Sie werden mehr mit Bitcoin und Aktien konkurrieren durch die höheren Zinsen, die sie bieten.
  • Höhere Zinsen bremsen die wirtschaftliche Aktivität. Ein höherer Zins auf 30-jährige Staatsanleihen bedeutet auch einen höheren Hypothekenzins.

Klar also. Kurzfristig sind ein paar Gegenwinde zu identifizieren, die nicht das günstigste Klima für eine Bullmarkt schaffen. Die Umstände sind auch nicht bearish, denn beispielsweise die amerikanische Wirtschaft sieht immer noch solide aus, aber wirklich klar positiv ist die Situation auch sicher nicht.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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