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Der Krieg im Nahen Osten entwickelt sich anders, als viele Investoren und Analysten zunächst erwartet hatten.
Trotz schwerer militärischer Schläge der Vereinigten Staaten scheint Iran laut einer aktuellen Meinungsanalyse des Sicherheitsexperten Emile Hokayem (Financial Times) weiterhin wichtige strategische Vorteile zu behalten.
Diese Schlussfolgerung könnte nicht nur Auswirkungen auf die geopolitischen Verhältnisse haben, sondern auch auf die Finanzmärkte und die Rolle von Bitcoin (BTC) darin.
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Militärische Überlegenheit bedeutet nicht automatisch strategischen Sieg
In seinem Meinungsbeitrag erklärt Hokayem, Direktor für regionale Sicherheit beim Thinktank IISS, dass die erste Phase der amerikanischen und israelischen Kampagne gegen Iran militärisch beeindruckend verlaufen sei.
Mit Lufthoheit, Tausenden Präzisionsangriffen und dem massiven Einsatz moderner Waffensysteme wurden der iranischen Infrastruktur erhebliche Schäden und Verluste zugefügt.
Dennoch bedeutet technologische Überlegenheit seiner Ansicht nach nicht automatisch, dass der Krieg strategisch gewonnen wird. Er betont, dass Iran trotz der Rückschläge über drei entscheidende Trümpfe verfügt: Geografie, Zeit und asymmetrische Kriegsführung.
Dabei spielt die Fähigkeit, den Seeverkehr in der Straße von Hormus langfristig zu stören, eine Schlüsselrolle.
Selbst bei hohen Abfangquoten kann Iran laut Hokayem die wirtschaftlichen Kosten für seine Gegner strukturell erhöhen, unter anderem durch Angriffe auf Energieinfrastruktur und regionale Verbündete der USA.
Krieg könnte länger dauern als Märkte erwarten
Ein zentraler Punkt der Analyse ist, dass moderne Kriegsführung sich immer weniger an der Front abspielt und stattdessen um Logistik, wirtschaftlichen Druck und gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit kreist.
In einem solchen Szenario kann sich ein Konflikt länger hinziehen, als es auf Basis reiner militärischer Überlegenheit logisch erscheint. Laut Hokayem könnte Iran bewusst entscheiden, bestimmte Waffensysteme wie Marschflugkörper für eine spätere Phase des Konflikts zurückzuhalten.
Dies erhöht die Unsicherheit für die Märkte, insbesondere da Störungen im Öltransport und der regionalen Stabilität weltweite wirtschaftliche Folgen haben können.
Für Investoren bedeutet dies, dass geopolitische Risiken möglicherweise langfristig im Hintergrund präsent bleiben. Dies kann zu höheren Energiepreisen, Inflationsdruck und größerer Volatilität an den Aktien- und Anleihemärkten führen.
Was bedeutet das für Bitcoin?
Die Implikationen von Hokayems Analyse gehen über die militärische Ebene hinaus. Sollte der Krieg tatsächlich länger andauern und sich wirtschaftliche Schäden anhäufen, könnte dies auch den Bitcoin-Kurs stark belasten.
Derzeit gilt Bitcoin noch als Risikoanlage. Das bedeutet, dass Bitcoin in der Regel gut performt, wenn Investoren bereit sind, Risiken einzugehen. Der Iran-Konflikt bildet dabei eine Ausnahme, doch auch Bitcoin dürfte unter Druck geraten, wenn die Energiepreise über längere Zeit auf erhöhtem Niveau bleiben.
In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass sich Hokayems Analyse nicht bewahrheitet.
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