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Warum steigen Energieaktien plötzlich so stark, und warum hält der Bitcoin-Kurs während des Iran-Konflikts bemerkenswert gut stand? Die Antwort liegt in einer seltenen Kombination aus wirtschaftlichen und geopolitischen Faktoren.
Der Energiesektor profitiert derzeit von zwei starken Trends gleichzeitig: dem explosiven Wachstum der künstlichen Intelligenz und den eskalierenden Spannungen im Nahen Osten. Gleichzeitig zeigt Bitcoin (BTC), dass es in unruhigen Märkten eine interessante Asset sein kann.
Energie wird der große Gewinner an der Börse
Der Energiesektor des S&P 500 ist in diesem Jahr bereits um mehr als 27 Prozent gestiegen und lässt damit alle anderen Sektoren weit hinter sich.

Anfangs war das vor allem dem KI-Boom zu verdanken. Große Technologieunternehmen wie Amazon und Meta investieren hunderte Milliarden Dollar in Rechenzentren und KI-Infrastruktur. All diese Technologie benötigt enorme Mengen an Strom.
Dadurch sehen Anleger Energieunternehmen zunehmend als die „Picks and Shovels“ der KI-Revolution – vergleichbar damit, wie Bergbauunternehmen in der Vergangenheit von Goldrauschzeiten profitierten. Besonders Produzenten von Erdgas und LNG (Flüssigerdgas) wurden beliebt, da Gaskraftwerke eine wichtige Rolle bei der Versorgung neuer Rechenzentren spielen.
Der Iran-Konflikt fügt einen zweiten Katalysator hinzu
Die aktuelle Eskalation zwischen Israel, Iran und den Vereinigten Staaten hat nun einen zweiten Impuls hinzugefügt.
Der Ölpreis ist dadurch auf etwa 85 Dollar pro Barrel gestiegen – den höchsten Stand seit 2024. Anleger rechnen mit möglichen Störungen rund um die Straße von Hormus, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Ölhandels fließen.
Das schafft eine seltene Situation, in der Energieunternehmen sowohl von lang- als auch von kurzfristigen Faktoren profitieren:
- Der KI-Boom sorgt für strukturell höhere Energienachfrage
- Geopolitische Spannungen treiben die Ölpreise nach oben
- Für Anleger ist das eine besonders starke Kombination.
Energie bleibt vergleichsweise günstig
Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist, dass Energieunternehmen trotz ihrer starken Leistung im Vergleich zu vielen Technologieunternehmen noch immer relativ günstig bewertet sind.
Viele Unternehmen im Sektor verbinden niedrigere Bewertungen mit:
- soliden Dividendenausschüttungen
- Aktienrückkaufprogrammen
- steigenden Margen durch höhere Energiepreise
Das macht den Sektor attraktiv für Anleger, die sowohl Wachstum als auch Absicherung suchen.
Unterdessen überrascht Bitcoin
Während die Aktienmärkte auf den Konflikt nervös reagieren, hat Bitcoin bemerkenswerte Stabilität gezeigt. Bei der ersten Eskalation des Iran-Konflikts fiel der Kurs kurz in Richtung 63.000 Dollar, danach erholte sich Bitcoin jedoch schnell und verzeichnete über die gesamte Woche gemessen sogar ein Plus.
Das ist interessant, weil geopolitische Unsicherheit normalerweise zu einer klassischen Risk-off-Reaktion führt, bei der Anleger risikobehaftete Anlagen wie Bitcoin verkaufen. Könnte es sein, dass der Markt in Bitcoin doch eine Art Alternative zum traditionellen Finanzsystem sieht?
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