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Der Machtwechsel bei der amerikanischen Zentralbank droht zu einer der unangenehmsten Führungstransitionen seit Jahrzehnten zu werden, so berichtet Nick Timiraos für das Wall Street Journal. Kevin Warsh, von Präsident Donald Trump als neuer Vorsitzender der Federal Reserve vorgeschlagen, steht möglicherweise vor einem nahezu unmöglichen Start.
Während er früher noch für Zinssenkungen plädierte, sieht er sich nun mit steigender Inflation, einem geopolitischen Ölschock und politischer Unsicherheit rund um seine Ernennung konfrontiert. Was wird Warshs Politik für den Bitcoin-Kurs bedeuten?
Politischer Druck und Spaltung innerhalb der Fed
Das Timing ist ungünstig. Die Inflation in den Vereinigten Staaten stieg bereits, bevor der Krieg mit dem Iran die Energiepreise weiter in die Höhe trieb. Dadurch wachsen die Befürchtungen, dass die Zentralbank die Zinsen eher anheben als senken muss. Finanzmärkte preisen inzwischen eine höhere Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen im Jahr 2026 ein, während Anleger noch vor einigen Monaten mit mehreren Senkungen rechneten.
Die Situation wird dadurch komplexer, dass Warsh seine Ernennung teilweise seiner ausgeprägten Kritik am Kurs des amtierenden Fed-Vorsitzenden Jerome Powell verdankt. Er kritisierte den Kurs der Zentralbank offen und plädierte sogar für einen „Regime Change„. Das ist ungewöhnlich: Neue Zentralbanker setzen in der Regel auf Kontinuität, um die Märkte zu beruhigen.
Zudem ist ungewiss, ob Warsh überhaupt rechtzeitig sein Amt antreten kann. Seine Bestätigung im Senat verzögert sich aufgrund politischer Spannungen rund um eine laufende Untersuchung zu Powell. Hält diese Pattsituation an, könnte Powell vorläufig im Amt bleiben, während Warsh formal bereits als Nachfolger bestimmt ist. Das würde die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik weiter belasten.
Inflationsschock versus Wachstumsrisiko
Die zentrale Frage für die Fed ist klassisch, aber erneut hochaktuell: Stellt Inflation oder wirtschaftliche Abschwächung die größere Bedrohung dar? Historisch gesehen reagieren Zentralbanken auf vorübergehende Ölschocks oft zurückhaltend, da höhere Energiepreise sowohl Inflation als auch Wachstumsverlangsamung verursachen. Aber nach Jahren überdurchschnittlicher Inflation ist das Vertrauen von Verbrauchern und Anlegern weniger selbstverständlich.
Das bedeutet, dass mögliche Zinssenkungen unter Warsh schnell als politisch motiviert wahrgenommen werden könnten. Gleichzeitig kann eine zu straffe Geldpolitik die Wirtschaft unnötig bremsen. Diese Balance macht seinen Start außergewöhnlich schwierig.
Warum das für Kryptomärkte relevant ist
Für Anleger in Bitcoin (BTC) und Krypto ist die Situation rund um die Fed von großer Bedeutung. Unsicherheit über die Zinspolitik schlägt sich in der Regel in höherer Volatilität an den Finanzmärkten nieder. Eine straffere Geldpolitik kann kurzfristig Druck auf risikoreiche Anlagen ausüben, während eine unerwartete Kehrtwende in Richtung Lockerung der Liquidität und Risikobereitschaft einen Impuls geben kann.
Die kommenden Monate werden daher entscheidend sein. Tritt Warsh tatsächlich in einer Phase steigender Inflation und geopolitischer Spannungen sein Amt an, kann sein erster geldpolitischer Kurs weitreichende Folgen für die Richtung sowohl traditioneller Märkte als auch des Kryptosektors haben.
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