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In den sozialen Medien hat sich das Narrativ, dass jetzt der richtige Moment sei, „den Dip zu kaufen“, seit dem jüngsten Rückgang am Kryptomarkt stark verbreitet. Eine Analyseplattform warnt jedoch davor, dass dies genau den gegenteiligen Effekt haben könnte.
Weitere Kursverluste bei Bitcoin erwartet
In den vergangenen Wochen ist der Kryptomarkt deutlich gefallen. Allein im Vergleich zur Vorwoche verlor Bitcoin rund 5,5 %. Die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes sank im gleichen Zeitraum ähnlich stark.
Der Aufruf „Buy the dip“ ist derzeit in sozialen Netzwerken weit verbreitet. Laut dem Analyseunternehmen Santiment hat die Häufigkeit dieses Ausdrucks seit dem Kursrückgang stark zugenommen.
Die Analysten warnen jedoch, dass solch übermäßiger Optimismus oft mit weiteren Preisverlusten einhergeht.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Dip-Kauf?
Viele Anleger suchen nun nach dem idealen Zeitpunkt zum Einstieg, in der Hoffnung auf baldige Kursanstiege. Doch laut Santiment ist Vorsicht geboten:
„Das Gerede über den ‚Dip-Kauf‘ ist kein eindeutiges Zeichen für einen Boden. Ein echter Marktboden ist meist von weit verbreiteter Angst und geringem Kaufinteresse geprägt“, erklären die Analysten.
Die Kryptomärkte neigen laut Santiment dazu, einen Boden zu finden, wenn die Stimmung am schlechtesten ist und die Anleger Angst haben zu investieren. Momentan sei dies nicht der Fall – die Stimmung sei insgesamt zu optimistisch.
Dies zeigt sich auch am Fear & Greed Index von CoinMarketCap, der aktuell im neutralen Bereich liegt. Der Index bewertet die Marktstimmung anhand von Faktoren wie Volatilität, Momentum sowie dem Verhältnis von Käufern und Verkäufern. Die letzte ausgeprägte Angstphase liegt bereits ein Jahr zurück.
Analysten warnen vor möglichem Crash
Auf der Plattform X sind die Erwartungen für die kommenden Monate gemischt. Der Analyst Ash Crypto rechnet mit einem „Mega-Altcoin-Zyklus“, ähnlich wie in den Jahren 2017 und 2021, in denen Altcoins besser abschnitten als Bitcoin.
„Verschwende diese Chance nicht durch frühzeitiges Aufgeben oder Verkaufen“, so seine Warnung.
Santiment hingegen sieht ein eher negatives Szenario. Der jüngste Anstieg am Markt sei vor allem durch die Hoffnung auf Zinssenkungen in den USA getrieben worden – eine Maßnahme, die normalerweise die Kurse ankurbelt. Es sei jedoch keineswegs sicher, dass die US-Notenbank diese Senkungen tatsächlich umsetzt. Sollte es zu keiner Zinssenkung kommen, rechnet Santiment mit einer „tektonischen Verschiebung“ am Markt.