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Der Bitcoin (BTC)-Kurs handelt aktuell um die 90.000 US-Dollar, doch der Markt steht unter Spannung. Diese Marke von gilt als entscheidende Unterstützungszone, die über den weiteren Kursverlauf mitentscheiden könnte.
Sollte dieser Bereich brechen, droht ein Abrutschen bis auf 87.000 USD – oder sogar tiefer. Noch allerdings verteidigt Bitcoin die Zone, doch ein nachhaltiger Long-Push ist bisher ausgeblieben.
Analysten und Trader erwarten einen Re-Test der Zone zwischen 89.600 und 90.000 USD, die auf mehreren Zeiteinheiten als starker technischer Support gilt. Dort treffen unter anderem der 200-EMA, der 100-EMA und der Point of Control zusammen – ein Cluster, das häufig zu erhöhter Marktreaktion führt.
Liquiditätsverteilung und Marktdynamik
In der Bookmap-Analyse zeigt sich aktuell ein deutliches Bild: Liquidität hat sich zunehmend unterhalb des aktuellen Kurses aufgebaut, während sich über dem Kursbereich Short-Liquidationen ansammeln – insbesondere ab der Marke von 94.000 USD. Das eröffnet kurzfristig zwei Szenarien:
- Test und Abholung der unteren Long-Liquidationen bis 89.200–89.600 USD.
- Im Anschluss ein potenzieller schneller Rebound Richtung 94.000 USD, ausgelöst durch Short-Liquidierungen.
Das Verhalten der Market Maker spielt in diesem Spannungsfeld eine zentrale Rolle. Die Reaktion in diesem Preisbereich wird den Ton für die kommenden Tage setzen.
Geopolitische Risiken: Iran im Fokus
Ein zusätzlicher Belastungsfaktor für die Märkte ist die sich zuspitzende Lage im Iran. Laut aktuellen Berichten befinden sich westliche Streitkräfte, insbesondere aus den USA und Großbritannien, in erhöhter militärischer Bereitschaft. Erste Truppenbewegungen und Transportflüge Richtung Nahost wurden bereits bestätigt.
Derartige geopolitische Entwicklungen wirken sich meist negativ auf die Risikobereitschaft der Investoren aus – traditionelle Märkte reagieren häufig mit Kursverlusten. Und da Bitcoin in den letzten Monaten stark korreliert mit den globalen Aktienmärkten gehandelt wurde, könnte auch der Kryptomarkt unter Druck geraten.
Kapitalflüsse: ETF-Outflows schwächen den Markt
Zusätzlichen Gegenwind erhält der Markt durch hohe Kapitalabflüsse aus den großen Krypto-ETFs.
Allein am 7. Januar verzeichnete der Bitcoin-ETF einen Abfluss von 486 Millionen USD, während bei Ethereum (ETH) rund 98 Millionen USD abgezogen wurden – ungewöhnlich hohe Werte, die das Vertrauen institutioneller Anleger erschüttern könnten.
Diese Entwicklung wirkte sich unmittelbar auf den Altcoin-Markt aus: Solana (SOL) verlor zuletzt über 7 %, andere Projekte wie Avalanche (AVAX) und Chainlink (LINK) folgten mit ähnlichen Verlusten.
Die Bitcoin-Dominanz bleibt dabei stabil – ein Zeichen dafür, dass Kapital aus kleineren Coins in BTC zurückfließt oder ganz aus dem Markt abgezogen wird.
Edelmetalle als Zufluchtsort?
In diesem unsicheren Umfeld gewinnen Gold und Silber wieder an Bedeutung. Zwar verzeichnete Silber zuletzt einen kurzfristigen Rücksetzer von rund 4 %, doch bei einer weiteren Eskalation in Nahost könnte sich Kapital rasch in sogenannte Safe-Haven-Assets umschichten.
Während Bitcoin zwar oft als Wertspeicher bezeichnet wird, bleibt er in Krisenzeiten dennoch ein volatiles Risikoinvestment – besonders bei Kursniveaus nahe Allzeithochs.
Bitcoin steht an einem charttechnisch und marktpsychologisch hochrelevanten Punkt. Sollte die Unterstützung bei 90.000 USD nicht halten, ist mit einer weiteren Korrektur bis 85.000 USD oder tiefer zu rechnen.
Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, ETF-Abflüssen und einer fragilen Marktstruktur macht den kurzfristigen Ausblick schwierig.
Trader und Investoren sollten in dieser Phase besonders auf Marktreaktionen, Volumencluster und makroökonomische Nachrichten achten. Entscheidend wird sein, ob Bitcoin in den kommenden Stunden eine klare Long-Bestätigung liefern kann – oder ob der nächste Abverkauf bereits bevorsteht.
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