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Der bekannte Goldbefürworter und Bitcoin-Gegner Peter Schiff schlug diese Woche Alarm mit einer auffälligen Botschaft. Seiner Meinung nach sind die steigenden Zinsen in Japan der Beginn einer Kettenreaktion, die in einem Crash amerikanischer Staatsanleihen, deutlich höheren Hypothekenzinsen und letztendlich einem starken Anstieg der Verbraucherpreise münden kann. Seine Schlussfolgerung: Die Vereinigten Staaten steuern auf „beispiellose Stagflation“ zu.
Das klingt heftig, aber was sagt er nun eigentlich? Und was bedeutet dies für den Bitcoin-Kurs?
The yield on the 10-year JGB is now above 2.22% and rising fast. This portends a crash in U.S. Treasuries that will also send mortgage rates soaring. At the same time, a coming collapse in the dollar will send consumer prices soaring. Get ready for unprecedented stagflation.
— Peter Schiff (@PeterSchiff) January 19, 2026
Warum schaut Schiff nach Japan?
Schiff weist auf den Zins auf zehnjährige japanische Staatsanleihen (JGBs) hin, der inzwischen über 2,2 Prozent gestiegen ist. Das erscheint niedrig aus westlicher Perspektive, aber für Japan ist dies außergewöhnlich. Das Land kannte jahrzehntelang extrem niedrige Zinsen, auch weil Japan einer der größten Finanzierer der amerikanischen Staatsschulden ist.
Wenn Zinsen in Japan steigen, wird es für japanische Anleger attraktiver, Geld im eigenen Land zu halten, anstatt amerikanische Staatsanleihen zu kaufen. Das bedeutet weniger ausländische Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen.
Von Japan zum amerikanischen Hypothekenzins
Laut Schiff ist das das Kernproblem. Weniger Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen bedeutet fallende Anleihepreise und damit steigende Zinsen. Da der Zins auf zehnjährige amerikanische Staatsanleihen eine wichtige Basis für Hypothekenzinsen bildet, könnten auch diese schnell nach oben schießen.
Höhere Hypothekenzinsen treffen direkt den amerikanischen Immobilienmarkt und drücken auf das Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig machen sie die Refinanzierung von Schulden für Haushalte und Unternehmen teurer.
Und dann auch noch ein schwächerer Dollar
Schiff geht noch einen Schritt weiter. Er erwartet, dass ein Vertrauensverlust in amerikanische Staatsanleihen auch den Dollar unter Druck setzt. Wenn ausländische Investoren weniger Dollar benötigen, um Treasuries zu kaufen, nimmt die Nachfrage nach der amerikanischen Währung ab.
Ein schwächerer Dollar macht Importe teurer. Das übersetzt sich letztendlich in höhere Verbraucherpreise. Kombiniere das mit einer abkühlenden Wirtschaft durch höhere Zinsen, und du bekommst das Szenario, vor dem Schiff warnt: Stagflation, eine Kombination aus wirtschaftlichem Stillstand und hoher Inflation.
Was bedeutet dies für den Bitcoin-Kurs?
Für Bitcoin (BTC) ist dies eine doppelte Geschichte. In der Theorie ist Stagflation günstig für knappe, nicht-politische Assets. Bitcoin wird von vielen Anlegern als Alternative zu Fiatgeld gesehen, gerade weil das Angebot feststeht und nicht von Zentralbanken abhängig ist.
Wenn Inflation ansteigt und das Vertrauen in den Dollar abnimmt, kann Bitcoin als „monetäre Alternative“ profitieren, genau wie Gold das historisch tat.
Aber es gibt auch eine Kehrseite. Steigende Zinsen und Stress auf Anleihemärkten sorgen oft für Unruhe bei riskanten Anlagen. In früheren Phasen monetärer Straffung sah man, dass Bitcoin zeitweise gerade unter Druck kam, weil Liquidität aus dem System gezogen wurde.
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