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Fast die Hälfte der Bitcoin (BTC)-Investoren steht derzeit im Verlust. In der Vergangenheit geschah dies häufig kurz vor starken Kursanstiegen. Dennoch bleiben Analysten vorsichtig, da sich der Markt durch Bitcoin-ETFs und große institutionelle Akteure inzwischen anders verhalten könnte.
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Kurz zusammengefasst
- Ein wichtiger Indikator für die Profitabilität von Bitcoin-Besitzern befindet sich auf einem Niveau, das in der Vergangenheit oft einen Marktboden signalisiert hat.
- Dies war zuletzt im März 2020 und im Januar 2023 der Fall, woraufhin der Kurs deutlich anstieg.
- Der Markt ist heute jedoch durch Bitcoin-Investmentfonds verändert.
Profitabilität erreicht niedriges Niveau
Aktuell befinden sich etwa 60 Prozent der im Umlauf befindlichen Bitcoins im Gewinn, wie Daten von CryptoQuant zeigen. Im vergangenen Monat fiel dieser Wert sogar auf nahezu 50 Prozent. Historisch deuteten solche niedrigen Werte meist darauf hin, dass sich der Markt nahe eines Bodens befindet.

Liegt der Anteil zwischen 50 und 60 Prozent, bedeutet das, dass viele Bitcoin-Besitzer ihre Coins zu einem Preis gekauft haben, der ungefähr dem aktuellen Niveau entspricht. Fast die Hälfte hat also mehr bezahlt und befindet sich nun im Verlust.
Möglicher Marktboden
Laut Analysten ist dies ein positives Signal, da es darauf hindeuten kann, dass Investoren weniger geneigt sind zu verkaufen. Andernfalls würden sie ihre Verluste realisieren.
Auch Anleger, die noch im Gewinn sind, könnten weniger Verkaufsdruck ausüben. Ihre Gewinne sind relativ gering, und ein Verkauf würde oft einem verlorenen Jahr gleichkommen. Zudem haben viele, die verkaufen wollten, dies bereits getan.
Eine niedrige Profitabilität markiert laut Analysten keinen exakten Tiefpunkt, kann jedoch auf eine Phase hindeuten, in der der Verkaufsdruck nachlässt und die Käuferseite wieder stärker wird.
Was geschah in der Vergangenheit?
Das letzte Mal, dass die Profitabilität der Bitcoin-Besitzer auf ein derart niedriges Niveau fiel, war im März 2020. Damals lag der Bitcoin-Kurs bei etwa 6.500 US-Dollar und die Profitabilität fiel unter 50 Prozent. Darauf folgte ein Bullenmarkt mit einem späteren Allzeithoch von 69.000 US-Dollar.
Auch im Januar 2023 sank die Profitabilität auf 51 Prozent. Der Kurs war zuvor vom Hoch auf 16.700 US-Dollar gefallen. Dies erwies sich in etwa als Marktboden, woraufhin eine Rally von über 650 Prozent folgte.
Veränderte Marktbedingungen
Dennoch bleibt abzuwarten, ob der Markt diesmal ähnlich reagiert. Immer mehr Experten gehen davon aus, dass sich die Marktstruktur durch den Einstieg institutioneller Investoren verändert hat, die vor allem über Bitcoin-ETFs investieren.
Diese Akteure verfolgen oft einen längeren Anlagehorizont und reagieren weniger stark auf kurzfristige Kursschwankungen. Dadurch könnte die Aussagekraft dieses Signals abgeschwächt werden.
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