Foto: PJ McDonnell / Shutterstock.com
Seit Oktober 2025 haben sowohl Bitcoin als auch Software-Aktien eine extrem schwierige Phase hinter sich. Während die breiten Aktienindizes relativ stabil blieben, bekamen gerade die zukunftsorientiertesten und spekulativsten Teile des Marktes harte Schläge.
Der Bitcoin-Kurs (BTC) verlor vom Rekordhoch des vergangenen Herbstes aus mehrere zehn Prozent, während Software-Aktien in einigen Fällen sogar um rund ein Viertel fielen. Solche Kursbewegungen lassen sich durchaus als Bearmarkt bezeichnen, besonders wenn sie mit einem stark verschlechterten Sentiment unter Anlegern einhergehen.
Software is having its worst selloff since 2008. IGV down 32% from highs, nearly $4B in outflows.
The narrative: AI replaces enterprise software.
The reality: the market took a real insight and stretched it to an absurd conclusion.
Here’s what’s actually happening. pic.twitter.com/Kq536SxQWa
— Market Radar (@themarketradar) February 11, 2026
Kapital floss in „greifbare“ Anlagen
Eine wichtige Erklärung für diese Schwäche ist die deutliche Rotation innerhalb der Finanzmärkte. Anleger setzten in den vergangenen Monaten massiv auf Sektoren mit greifbarer wirtschaftlicher Aktivität, wie Energie, Industrie und Rohstoffe.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und steigender Inflationserwartungen verschiebt sich Kapital häufig in Richtung Unternehmen mit direkten Cashflows und geringerer Abhängigkeit von zukünftigem Wachstum. Das ging auf Kosten von Software-Unternehmen und Bitcoin, die stark auf Vertrauen in künftigen technologischen Fortschritt und Liquiditätswachstum angewiesen sind.
Diese Entwicklung entspricht einem klassischen Marktmuster. Wenn die Risikobereitschaft sinkt, werden gerade die stärker „narrativgetriebenen“ Anlagen zuerst verkauft. Software-Aktien und Bitcoin befinden sich schließlich am risikoreichen Ende des Spektrums.
Historisch große Lücke zum breiten Markt
Auffällig ist, dass die aktuelle Schwäche von Software-Aktien historisch groß ist. Während der S&P 500 nur wenige Prozent unter seinem Rekordhoch notiert, liegt der Softwaresektor noch immer weit unter früheren Hochs.
Normalerweise bewegen sich Software-Unternehmen weitgehend im Einklang mit dem breiten Aktienmarkt, sowohl in Bull- als auch in Bearmärkten. Die aktuelle Divergenz deutet darauf hin, dass Anleger ein außergewöhnlich pessimistisches Szenario einpreisen – etwa aus der Angst, dass Künstliche Intelligenz (KI) bestehende Geschäftsmodelle strukturell unter Druck setzt.
Dennoch investieren Unternehmen weltweit Rekordsummen in KI-Infrastruktur und Software-Anwendungen. Das macht die starken Kursrückgänge umso auffälliger.
The richest company on Earth just watched its rivals light $650 billion on fire.
And did nothing.
This might be the most brilliant move in corporate history.
Amazon is spending $200 billion this year on AI data centers.
– Google, $185 billion.
– Microsoft, $114 billion.
-… https://t.co/hQJU28Q0Ij pic.twitter.com/T0TShqZO3t— Milk Road AI (@MilkRoadAI) March 4, 2026
Bearmarkt im Sentiment?
Eine interessante Beobachtung ist, dass das negative Sentiment mittlerweile weit über professionelle Anlegerkreise hinaus verbreitet ist. Wenn selbst der „durchschnittliche Taxifahrer“ pessimistisch gegenüber Software-Aktien oder Bitcoin wird, kann das ein konträres Signal sein.
Finanzmärkte neigen dazu, zu drehen, wenn der Konsens extrem wird. Wenn nahezu alle bereits negativ positioniert sind, lässt der Verkaufsdruck nach, und schon relativ kleine positive Nachrichten können zu einer scharfen Erholung führen.
Das war in der Vergangenheit sowohl bei Technologieaktien als auch bei Bitcoin zu beobachten: Nach einer Phase struktureller Schwäche folgt häufig eine kräftige Erholung, sobald Liquidität und Risikobereitschaft wieder zunehmen.
Ist jetzt der Moment für eine Erholung?
Die entscheidende Frage ist nun, ob die aktuelle Kursentwicklung den Beginn einer neuen Phase markiert. Die Kombination aus extrem negativem Sentiment, historisch großen Kursunterschieden zum breiten Markt und anhaltenden Investitionen in Technologie kann auf eine Bodenbildung hindeuten. Aktuell zeigen Software-Aktien jedenfalls eine stärkere Performance, und auch Bitcoin scheint sich zu erholen.
The market is realizing that you can’t just vibe code these massive software companies.
The moat isn’t even the software, it’s years of integration, contracts, and institutional trust.$IGV is going to lead the market higher pic.twitter.com/XV2DpZBWIM
— Market Radar (@themarketradar) March 4, 2026
Für Bitcoin gilt zudem, dass er stark von globaler Liquidität und Anlegervertrauen abhängt. Sollte die Rotation in „sichere“ Sektoren ihren Höhepunkt erreicht haben, könnte Kapital erneut in spekulativere Wachstumsthemen zurückfließen.
Das bedeutet nicht, dass eine nachhaltige Erholung bereits gesichert ist. Geopolitische Spannungen – etwa der Krieg im Iran –, Zinsentwicklungen und das globale Wirtschaftswachstum bleiben maßgeblich für das Marktsentiment.
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