Bitcoin unter Druck – weshalb fällt der Kurs?

2 Min. Lesedauer
25. Sept. 2025, 18:18

Der Bitcoin-Kurs befindet sich aktuell in einer schwierigen Phase, nachdem die US-Notenbank in der vergangenen Woche eine Zinssenkung vorgenommen hat.

Viele Anleger hatten infolge dieser Entscheidung auf eine positive Woche für Bitcoin gehofft – doch das Gegenteil ist eingetreten. Warum hat Bitcoin (BTC) derzeit mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen?

Darum fällt der Bitcoin-Kurs

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass es selten nur einen einzigen Grund für Kursbewegungen bei Bitcoin gibt.

Ein relevanter Faktor ist der jüngste Erfolg von Gold. In den vergangenen Wochen hat das Edelmetall ein Rekordhoch nach dem anderen erreicht. Solche Phasen gehen häufig mit schwächeren Zeiträumen für Bitcoin einher – ein klassischer Rotations-Effekt zwischen „sicheren Häfen“ und risikoreicheren Anlagen.

Gleichzeitig tun sich börsennotierte Bitcoin-Unternehmen schwer damit, neue BTC zu erwerben. Ihre Aktienkurse schwächeln, und der Markt zeigt sich zurückhaltend, wenn es darum geht, diesen Firmen Kapital für den Erwerb von Bitcoin zur Verfügung zu stellen.

Ein weiterer Einflussfaktor ist die sich wandelnde Erwartungshaltung gegenüber der Geldpolitik der US-Notenbank (Federal Reserve). Nach der jüngsten Zinssenkung galt ein Szenario mit zwei weiteren Zinssenkungen im Jahr 2025 als wahrscheinlich. Doch diese Einschätzung hat sich in den letzten sieben Tagen deutlich verändert.

Derzeit liegt die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario nur noch bei 63,2 %, während die Wahrscheinlichkeit für nur eine Zinssenkung auf 33,0 % gestiegen ist. Das Szenario ohne weitere Zinssenkungen hat sich von nahezu 0 auf 3,8 % erhöht.

Weniger Zinssenkungen – nicht unbedingt schlecht

Kurzfristig betrachtet sind weniger Zinssenkungen eine negative Entwicklung für Bitcoin.

Offenbar hatte der Markt insgeheim gehofft, dass die US-Notenbank einen geldpolitischen Fehler begeht – sprich: die Zinsen weiter senkt, obwohl die US-Wirtschaft noch sehr robust ist.

Doch die Realität sieht anders aus: Die gestern veröffentlichten Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2025 lagen bei 3,8 %, während lediglich 3,3 % erwartet worden waren. Die Wirtschaft zeigt sich also weiterhin überraschend stark.

Und genau das verringert die Wahrscheinlichkeit für zusätzliche Zinssenkungen.

Das muss allerdings nicht zwingend negativ sein. Denn grundsätzlich braucht Bitcoin eine gesunde, wachsende US-Wirtschaft, um die aktuelle Hausse fortsetzen zu können. Ohne starke Konjunkturdaten wäre eine Fortsetzung des Bullenmarkts ohnehin fraglich.

Auch wenn das „Abschmelzen“ der Zinssenkungserwartungen momentan für enttäuschte Gesichter sorgt, könnte sich dieses Szenario langfristig als positiv erweisen.

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