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Der überzeugende Wahlsieg der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi verschafft ihr etwas, das japanische Regierungschefs nur selten erhalten: ein starkes politisches Mandat mit echter gesetzgeberischer Durchsetzungskraft.
Das wirkt auf den ersten Blick vorteilhaft für die USA und die geopolitische Stabilität in Asien. Doch hinter diesem politischen Rückenwind verbirgt sich ein finanzielles Risiko, das laut dem bekannten Analysten EndGame Macro weltweit spürbar werden könnte.
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Takaichi’s Supermajority A Deterrence Windfall for the U.S. And A Global Bond Market Risk
Japan’s snap election landslide gives Prime Minister Sanae Takaichi something Japan rarely hands any leader..a governing mandate with real legislative leverage. Most people’s first instinct… https://t.co/nv2kTB40ij pic.twitter.com/QrfeYxpMFV
— EndGame Macro (@onechancefreedm) February 8, 2026
Ein stärkeres Japan stärkt die US-Abschreckung
Aus strategischer Sicht ist ein entschlosseneres Japan positiv für Washington. Eine Regierung mit Rückhalt im Inland kann schneller in Verteidigung, Logistik und militärische Zusammenarbeit investieren.
Das erhöht die Glaubwürdigkeit der Abschreckung gegenüber China – vor allem bei heiklen Themen wie Taiwan oder der koreanischen Halbinsel. Für die USA bedeutet das eine geringere Abhängigkeit von einem einzigen militärischen Akteur in der Region.
Verbesserte Zusammenarbeit bei Stützpunkten, Aufklärung und Raketenabwehr kann potenzielle Konflikte sogar verhindern, da glaubwürdige Abschreckung das Eskalationsrisiko senkt.
Aber die Finanzmärkte sehen ein anderes Risiko
Takaichis Politik beinhaltet zugleich ehrgeizige fiskalische Ausgabenprogramme. Zusätzliche Staatsausgaben erhöhen den Druck auf japanische Staatsanleihen, die ohnehin bereits unter Volatilität und einer schwachen Yen-Währung leiden. Genau hier entsteht ein globales Risiko.
Japan spielt eine Schlüsselrolle auf dem internationalen Anleihemarkt. Wenn Investoren höhere Zinsen für japanische Staatsanleihen verlangen, kann das die sogenannte Term-Prämie weltweit steigen lassen.
Japanische Finanzinstitute gehören nämlich zu den größten Käufern ausländischer Anleihen, darunter US-Staatsanleihen.
Ändern sich ihre Renditeerwartungen oder das Währungsrisiko, können sich Kapitalströme verschieben – mit steigenden langfristigen Zinsen in den USA als mögliche Folge.
Selbst wenn die US-Zentralbank die Leitzinsen senkt, könnten sich die globalen Finanzierungsbedingungen dennoch verschärfen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer wirtschaftlichen Abkühlung.
Geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Gegenreaktionen
Ein selbstbewussteres Japan erschwert auch Chinas strategische Kalkulation. Stärkere Abschreckung kann jedoch auch subtilere Gegenreaktionen hervorrufen – etwa wirtschaftlichen Druck oder Störungen in Lieferketten.
Solche Spannungen wirken sich indirekt über Handel, Produktion und Inflation auf die Weltwirtschaft aus.
Für die Finanzmärkte entsteht dadurch ein Umfeld mit mehr Unsicherheit, höheren Zinsen und potenziell geringerer Wachstumsdynamik – traditionell kein ideales Klima für risikobehaftete Anlagen.
Warum das gefährlich für Bitcoin sein kann
An dieser Stelle kommt Bitcoin ins Spiel. Der Kryptomarkt reagiert sehr sensibel auf globale Liquidität und langfristige Zinsen.
Wenn steigende japanische Renditen weltweit die Finanzierungsbedingungen verschärfen, sinkt typischerweise die Risikobereitschaft der Anleger. Kapital fließt dann eher in sichere Staatsanleihen als in digitale Vermögenswerte.
Eine schwächere Yen-Währung kann zudem Volatilität bei sogenannten Carry Trades auslösen – eine Dynamik, die bereits in der Vergangenheit Schocks auf Kryptomärkten verursacht hat.
Schnelle Bewegungen auf den Devisenmärkten können also indirekt Verkaufsdruck auf Bitcoin erzeugen – selbst wenn sich an den fundamentalen Eigenschaften des Netzwerks nichts ändert.
Das Risiko liegt also nicht in Japan selbst, sondern in der finanziellen Kettenreaktion, die von dort ausgehen könnte. Insofern steht der Bitcoin-Kurs vor einer potenziell spannenden und turbulenten Phase – zumal die digitale Währung in den letzten Monaten bereits deutlich gefallen ist.
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