Bitcoin-Markt „kühlt ab": 30 Prozent weniger riskante Wetten

2 Min. Lesedauer
16. Jan. 2026, 11:50

Die Spekulation auf dem Bitcoin-Markt ist in den letzten drei Monaten deutlich abgekühlt. Die Anzahl riskanter „Wetten" ist um etwa 30 Prozent gesunken. Laut Analysten ist dies kein schlechtes Zeichen, sondern vielmehr eine gesunde „Bereinigung", die den Markt für die Zukunft vorbereitet.

Kurz zusammengefasst

  • Die Anzahl spekulativer Wetten auf Bitcoin (BTC) ist seit Oktober um etwa 30 Prozent gesunken. Dies deutet auf weniger Risiko im Markt hin.

  • Der Gesamtwert dieser Kontrakte fiel von einem Höchststand von über 90 Milliarden Dollar auf etwa 65 Milliarden Dollar.

  • Laut Analysten legen solche „Bereinigungen" historisch gesehen eine gesunde Basis für eine mögliche Kurserholung.

Ruhe kehrt nach Spekulation zurück

Zahlen des Analyseunternehmens CryptoQuant zeigen einen deutlichen Rückgang des sogenannten Open Interest. Dies ist der Gesamtwert aller offenen spekulativen Kontrakte, vergleichbar mit Wetten auf den zukünftigen Kurs von Bitcoin.

Das gesamte Open Interest sank von einem Höchststand von über 90 Milliarden Dollar Anfang Oktober auf das aktuelle Niveau von etwa 65 Milliarden Dollar. CryptoQuant bezeichnet dies als deutliches Signal für Deleveraging. Das ist der Abbau von Positionen, die mit geliehenem Geld eingegangen wurden.

Was bedeutet „Open Interest" genau?

Open Interest (OI) ist ein wichtiger Gradmesser auf dem Kryptomarkt. Es misst die Gesamtzahl offener Kontrakte, wie Futures, die noch nicht geschlossen wurden. Diese Zahl zeigt, wie viel Geld und Interesse zu einem bestimmten Zeitpunkt im Markt steckt.

Ein Rückgang des OI, wie die 30 Prozent jetzt, bedeutet meist, dass viele Händler ihre Positionen schließen. Dies geschieht freiwillig oder über erzwungene Verkäufe. Dadurch verschwinden Risiken und geliehenes Geld aus dem Markt. Ein solcher Rückgang kann auf weniger Spekulation, Gewinnmitnahmen nach einem deutlichen Anstieg oder das Ende eines Hypes hindeuten. Kurzfristig führt dies oft zu einem stabileren Markt mit weniger großen Kursschwankungen.

Historisch gesehen ein gesundes Zeichen für Bitcoin

Laut einem von CryptoQuant zitierten Analysten, „Darkfost", sind solche Momente langfristig oft positiv. „Historisch gesehen bildeten solche Momente oft einen Boden für den Kurs. Sie setzen den Markt zurück und legen eine stärkere Basis für eine mögliche Erholung", so der Analyst.

Der Analyst warnt jedoch: Wenn die Stimmung am Markt vollständig ins Negative umschlägt, kann die Anzahl offener Kontrakte noch weiter sinken. Dennoch gibt es auch ein positives Signal. Viele verbliebene Spekulanten scheinen auf einen Kursanstieg in Richtung 100.000 Dollar zu setzen. Dies deutet auf eine optimistische Stimmung unter den Händlern hin, die noch aktiv sind.

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