Bitcoin hat gestern einen sehr starken Tag hingelegt – ganz im Gegensatz zu den Aktienmärkten. Zum ersten Mal seit Langem schnitt die Kryptowährung wieder deutlich besser ab, während sich die Märkte vor allem mit dem steigenden Ölpreis und dem anhaltenden Konflikt zwischen Iran und den Vereinigten Staaten beschäftigten.
BTC geht seinen eigenen Weg
Gestern lief die 60-tägige Waffenruhe zwischen Iran und den USA aus, die nach neuen Angriffen faktisch schon zuvor hinfällig geworden war. Beide Länder haben zudem erklärt, dass derzeit keine Verhandlungen über ein Friedensabkommen stattfinden.
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Donald Trump sagte gestern, er habe „keine Eile“, und drohte damit, Oman zu bombardieren, sollte das Land den Gesprächen mit Iran im Weg stehen.
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Teheran wechselt nach Angaben eines hochrangigen iranischen Regierungsvertreters von einer defensiven zu einer „vollständig offensiven“ Strategie und gibt den USA noch „einige Wochen“, bevor die Lage in der Straße von Hormus massiv eskalieren werde.
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Die Forderungen für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus liegen weiterhin weit auseinander. Iran verlangt zunächst die Aufhebung der Seeblockade und der Sanktionen, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie Reparationszahlungen. Washington fordert dagegen zuerst die freie Durchfahrt und will die Blockade erst anschließend aufheben.
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Die für den weltweiten Energiehandel entscheidende Meerenge ist praktisch vollständig geschlossen und bleibt der Brennpunkt des Konflikts. Am Sonntag passierten lediglich drei Schiffe die Meerenge, und am Dienstag wurde ein Frachtschiff von einem Projektil getroffen, wobei ein Besatzungsmitglied ums Leben kam.
Der Ölpreis ist gestern erneut kräftig gestiegen, was die Inflationssorgen verschärft. Bitcoin ließ sich davon dieses Mal jedoch nicht beeindrucken. Vor allem gegen Ende des Nachmittags legte die digitale Währung deutlich zu. Am Ende schloss Bitcoin den Tag mit einem Plus von 2,59 Prozent.

Der Bitcoin-Kurs ist damit auf einen Schlag wieder nahe an die Oberseite des symmetrischen Dreiecks herangerückt, in dem er bereits seit einiger Zeit feststeckt. Die obere weiße Linie, die bislang noch nicht berührt wurde, ist nun die wichtigste Marke, die es zu durchbrechen gilt. Gelingt das, wartet bei rund 67.000 US-Dollar die nächste größere Verkaufsbarriere.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt der Bitcoin-Kurs auf der Kryptobörse OKX bei 64.209 US-Dollar. Auf der Kryptobörse Bitvavo entspricht das einem BTC-Preis von 55.432 Euro. Im Vergleich zu vor 24 Stunden liegt BTC damit 1,14 Prozent im Plus.
Ripple, Solana und andere Altcoins haben größere Schwierigkeiten
Am Altcoin-Markt sieht die Lage deutlich weniger positiv aus. Der Großteil der Kryptowährungen notiert im Minus, während die wenigen Ausnahmen kaum Gewinne verbuchen.
Ethereum ist um 0,29 Prozent gefallen, Ripple um 0,67 Prozent und Hyperliquid um 0,25 Prozent. Solana ist die einzige weitere Kryptowährung aus den Top 10, die im grünen Bereich liegt – allerdings lediglich mit einem mageren Plus von 0,31 Prozent.
Polygon, dessen gleichnamiges Netzwerk zur Skalierung von Ethereum eingesetzt wird, zieht heute mit einem Anstieg von 5,57 Prozent viel Aufmerksamkeit auf sich. Der größte Gewinner innerhalb der Top 100 ist jedoch Venice Token mit einem Plus von 10,34 Prozent.
Gleichzeitig gibt es deutlich mehr Kryptowährungen, die hohe Verluste hinnehmen müssen. So hat Sui 5,51 Prozent verloren, Filecoin 6,96 Prozent und Worldcoin 11,79 Prozent.








