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Der Bitcoin (BTC)-Kurs scheint zunehmend von seinem eigenen Pfad abzuweichen. Laut einer Analyse von TradingView auf Basis von Daten von Pepperstone bewegt sich die weltweit größte Kryptowährung in den vergangenen Monaten auffällig synchron mit dem japanischen Yen.
Das ist bemerkenswert, da Bitcoin lange Zeit als eigenständiger Vermögenswert galt – unabhängig von traditionellen Währungen.
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Enge Kopplung zwischen Bitcoin und Yen
Die Korrelation zwischen Bitcoin und dem japanischen Yen hat in den letzten 90 Tagen ein Rekordniveau erreicht. Der sogenannte Korrelationskoeffizient lag bei 0,86 – der höchste je gemessene Wert.
In der Praxis bedeutet das: Bitcoin und der Yen bewegen sich nahezu im Gleichschritt. Etwa 73 % der Preisschwankungen von Bitcoin in diesem Zeitraum stimmen mit den Bewegungen des Yen überein.
JPY-Index von Pepperstone
Die Yen-Bewegung wird anhand des JPY-Index von Pepperstone gemessen – einem Instrument, das den Wert des japanischen Yen im Vergleich zu einem Währungskorb misst, darunter US-Dollar und Euro.
Während Trader den Bitcoin-Kurs bisher häufig in Relation zum Dollar-Index (DXY) analysierten, gewinnt der Yen nun offenbar an vergleichbarer Bedeutung.
Seit Oktober 2025 ist diese Kopplung besonders deutlich zu erkennen. Beide Märkte erreichten zu dieser Zeit ein Hoch, gefolgt von starken Abverkäufen. Erst Mitte Dezember ließ der Abwärtsdruck nach – sowohl bei Bitcoin als auch beim Yen.
Auswirkungen auf Anleger und Makroökonomie
Diese starke Korrelation verändert den Blick vieler Anleger auf Bitcoin. Einer der Hauptgründe für die Aufnahme von Bitcoin in ein Portfolio ist die Diversifikation – also die Annahme, dass sich Bitcoin anders verhält als Aktien oder Fiatwährungen.
Wenn sich der Kurs jedoch nun mit dem Yen mitbewegt, verliert Bitcoin temporär seine Rolle als unabhängiger Vermögenswert.
Die Schwäche des Yen hat klare Ursachen: Japan trägt eine der höchsten Staatsverschuldungen der Welt, rund 240 % des Bruttoinlandsprodukts. Das setzt die japanische Zentralbank unter Druck. Zinserhöhungen verteuern die Schuldentilgung, während niedrige Zinsen das Risiko einer weiteren Abwertung des Yen erhöhen.
Einige Analysten vermuten, dass sich diese Spannungen bereits in den Währungsmärkten widerspiegeln – und dass nur eine mögliche Rezession in den USA die Lage für Japan entspannen könnte.
Für Bitcoin bedeutet das: Makroökonomische Faktoren, von denen sich die Kryptowährung einst unabhängig zeigte, gewinnen wieder deutlich an Einfluss.
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