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Ein starker Kursrückgang bei Bitcoin (BTC) hat Anfang Februar zu deutlicher Nervosität unter Kleinanlegern geführt. Neue On-Chain-Daten zeigen, dass sogenannte „Shrimps“ – Wallets mit weniger als 1 BTC – in kurzer Zeit ungewöhnlich große Mengen Bitcoin an die Kryptobörse Binance transferiert haben. Diese Bewegungen signalisieren einen wachsenden Verkaufsdruck aus dem Retail-Segment.
Über 1.000 BTC an einem Tag
Laut einer Analyse des CryptoQuant-Analysten Darkfost, kam es am 5. Februar zu einem markanten Ausschlag. An diesem Tag überstiegen die Zuflüsse von Shrimps zu Binance die Marke von 1.000 BTC. Zum Vergleich: Der durchschnittliche tägliche Zufluss dieser Anlegergruppe liegt bei rund 365 BTC.
Eine derart starke Abweichung sei zuletzt im Juli 2025 zu beobachten gewesen – allerdings getrieben von völlig unterschiedlichem Verhalten. Während im Sommer 2025 Gewinnmitnahmen dominierten, stand diesmal klar die Angst im Vordergrund.

Was sagen die On-Chain-Daten aus?
Bei sogenannten Exchange Inflows handelt es sich um Bitcoin, die von privaten Wallets auf Börsen transferiert werden. Diese Coins werden häufig mit der Absicht bewegt, sie zu verkaufen – auch wenn ein Transfer allein noch keinen Verkauf bestätigt. Steigen die Zuflüsse stark an, deutet das dennoch auf wachsende Unsicherheit unter Anlegern hin.
Die aktuelle Bewegung fiel zeitlich mit einem deutlichen Rückgang des Bitcoin-Kurses zusammen. Während größere Marktteilnehmer in solchen Phasen oft abwarten oder sogar nachkaufen, reagieren Kleinanleger statistisch häufiger emotional. Genau dieses Muster zeigt sich nun erneut in den Daten.
Was bedeutet das für Anleger?
Die erhöhte Volatilität setzte viele Anleger unter Druck. „Steigende Schwankungen erhöhen den psychologischen Stress und begünstigen impulsive Entscheidungen, die in einer Kapitulation enden können“, erklärt Darkfost. Tatsächlich fiel der Bitcoin-Kurs kurzzeitig unter 60.000 US-Dollar.
Auch die deutsche Krypto-Analystin MissCrypto ordnet die Entwicklung als Kapitulationssignal ein.
„Die bittere Ironie: Sie haben panisch unter 60.000 verkauft – jetzt steht der Kurs schon wieder bei 71.000. Das „Dumb Money“ hat den Dip verkauft, statt ihn zu kaufen.”, schreibt sie auf X.
Die Zuflüsse zu den Börsen seien schrittweise auf ihr durchschnittliches Niveau zurückgekehrt. Damit habe sich auch der Verkaufsdruck aus diesem Marktsegment deutlich reduziert.
„Die gute Nachricht für alle anderen: Der Verkaufsdruck der Zittrigen ist damit raus.”, schriebt sie weiter in ihrem Beitrag.
Für Einsteiger ist vor allem eines entscheidend: Kurzfristige Kursbewegungen lösen oft überproportionale Reaktionen bei unerfahrenen Marktteilnehmern aus. On-Chain-Daten helfen dabei, diese Emotionen sichtbar zu machen, ersetzen aber keine eigene Strategie.
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