Gino Presti Gino Presti
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Bitcoin in Gefahr durch trügerische Ruhe an den Finanzmärkten

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Dies waren die größten Verlierer des Kryptomarkts in der vergangenen Woche.

Foto: Bordovski Yauheni / Shutterstock

Auf den ersten Blick scheint an den Kreditmärkten wenig los zu sein. Unternehmen können ohne große Mühe Geld leihen, riskante Anleihen finden mühelos Käufer und Spannungen bleiben aus.

Gerade diese Ruhe ist jedoch oft ein Grund, besonders aufmerksam zu sein. Dies kann enorme Folgen für den Bitcoin-Kurs haben.

Ein vielgenutztes Maß dafür ist der sogenannte High Yield Market Distress Index der Federal Reserve von New York. Dieser Index versucht nicht zu bestimmen, ob Unternehmen gesund sind, sondern ob das Finanzsystem reibungslos funktioniert.

Mit anderen Worten: Funktioniert die „Plumbing“ des Kreditmarktes noch, oder beginnt sie zu stocken?

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Was misst dieser Index?

Der Index kombiniert Signale sowohl vom Primärmarkt (können Unternehmen neue Schulden ausgeben?) als auch vom Sekundärmarkt (können bestehende Anleihen normal gehandelt werden?).

Das Ziel ist einfach: feststellen, ob riskante Unternehmen sich problemlos finanzieren können, oder ob Liquidität versiegt.

  • Hohe Werte bedeuten Stress: steigende Zinsen, geschlossene Emissionsmärkte und plötzliche Kurssprünge.
  • Niedrige Werte deuten auf Komfort: viel Liquidität, enge Spreads und wenig Sorgen über Risiko.

Derzeit befindet sich der Index nahe den niedrigsten Niveaus der letzten fünfzehn Jahre.

Warum extreme Ruhe nicht unbedingt gute Nachrichten sind

Ein extrem niedriger Stand wird oft als Zeichen von Gesundheit gesehen. Aber historisch betrachtet zeigt sich das Gegenteil: Perioden außergewöhnlicher Ruhe gehen oft abrupten Umschwüngen voraus.

Das liegt daran, dass Märkte sich an Komfort anpassen. Wenn Anleger darauf vertrauen, dass alles „unter Kontrolle“ bleibt, geschieht Folgendes:

  • Es wird mehr zu niedrigeren Vergütungen geliehen.
  • Puffer werden dünner.
  • Risiken werden unterschätzt.
  • Leverage nimmt zu, ohne dass es direkt sichtbar ist.

Probleme bauen sich dann nicht langsam auf, sondern kommen plötzlich an die Oberfläche. Die Grafik zeigt dieses Muster deutlich: lange Perioden der Ruhe werden von schnellen, vertikalen Stressmomenten gefolgt.

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Warum dieses Signal auf das Ende des Zyklus hinweist

In früheren Zyklen, wie etwa um 2007, 2015 und 2020, gab es vorab keine allmähliche Zunahme von Spannung. Der Kreditmarkt wirkte komfortabel, bis er das plötzlich nicht mehr war.

Die Gefahr liegt also nicht im aktuellen Stand des Index, sondern in dem Moment, in dem dieser zu drehen beginnt. Sobald der Stress zunimmt, geschieht das oft nicht ohne Grund: wirtschaftlicher Gegenwind, Refinanzierungsprobleme oder ein politischer Fehler.

Was bedeutet dies für Bitcoin?

Für Bitcoin ist dies kein direkter Preisauslöser, aber ein wichtiger Kontextindikator.

Solange die Kreditmärkte reibungslos funktionieren, gibt es wenig akuten Grund für Anleger, Risiko abzubauen oder Alternativen zu suchen. In einem solchen Umfeld profitiert Bitcoin meist nicht direkt; Kapital fühlt sich in traditionellen Märkten wohl.

Aber wenn das Kreditvertrauen umschlägt, verändert sich das Spielfeld schnell:

  • Kreditstress führt oft zu breiterer Risikoreduktion.
  • Zentralbanken werden sensibler für finanzielle Stabilität.
  • Liquidität wird wichtiger als Rendite.

Historisch betrachtet reagiert Bitcoin stark auf solche Verschiebungen, besonders wenn Märkte beginnen, am Funktionieren des Finanzsystems selbst zu zweifeln.

Nicht unbedingt als sicherer Hafen am ersten Tag, aber als alternatives Ventil, sobald politische Reaktionen folgen. Wir sind also in einer sehr wichtigen Phase des Zyklus für den Bitcoin-Kurs angekommen.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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