Bitcoin im Tiefschlaf: Warum das Netzwerk derzeit als „tot“ gilt

On-Chain-Daten zeigen historische Tiefstände

Bitcoin (BTC) scheint seit Wochen, wenn nicht Monaten, in einer ruhigen Phase zu verharren. Laut aktuellen On-Chain-Daten ist das Netzwerk so inaktiv wie nie zuvor. Dies lässt viele vermuten, dass das Netzwerk „tot“ sei. Krypto-Experte Robin erläutert in seinem neuesten Video, was hinter dieser Annahme steckt und warum dennoch eine positive Wendung in Sicht ist. Zudem beleuchtet er die fortlaufenden Bemühungen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC gegen Kryptowährungen und erklärt, welche relevanten Informationen für die zukünftige Regulierung des Kryptomarktes von Bedeutung sind.

Historische Tiefstände bei Bitcoin-Aktivität

Der Bitcoin zeigt am Wochenende, wie schon an den Wochenenden zuvor, relativ wenig Preisbewegung. Zum Zeitpunkt der Aufnahme des Videos liegt der Bitcoin knapp über dem 21er Weekly EMA, einem wichtigen Unterstützungsband. Robin betont, dass kurzfristige Ausbrüche darunter irrelevant sind, solange es keinen nachhaltigen Durchbruch gibt. Laut On-Chain-Daten von IntotheBlock ist der Anteil aktiver Bitcoin-Adressen im Verhältnis zu den Gesamtadressen auf den niedrigsten Stand seit November 2010 gesunken. Im Juni sank die wöchentliche Quote der aktiven Wallets auf einen Tiefstand von 1,22 Prozent.

Ursachen für die geringe Aktivität

Robin erklärt, dass im Laufe des letzten Jahrzehnts viele neue Wallet-Adressen hinzugekommen sind, aber nicht alle aktiv genutzt werden. Er selbst hat mehrere Bitcoin-Wallets eröffnet, nutzt jedoch nur ein bis zwei aktiv. Dies führt zu einer Verzerrung der Statistik, die nicht überbewertet werden sollte. Auch die Gesamtzahl der aktiven Wallets hat ein Mehrjahrestief erreicht, was auf eine allgemeine Rückläufigkeit der Aktivität hinweist. Laut Juan Pisey, Forschungsleiter bei IntotheBlock, bedeutet die geringe Aktivitätsrate, dass weniger Einzelhändler am Markt sind. Das Interesse am Bitcoin ist momentan stark rückläufig, was sich auch in den sinkenden Netzwerkgebühren widerspiegelt.

Positiver Ausblick und Hoffnung auf Erholung

Trotz der aktuellen Flaute gibt es auch positive Anzeichen. Die Zahl der neuen Bitcoin-Adressen im Netzwerk ist auf 3.5124 gestiegen, der höchste Stand seit April. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Markt aus dem Abwärtstrend ausbricht. Robin sieht dies als potenzielles Signal für eine Erholung, betont jedoch, dass dies langfristig beobachtet werden muss. Ein stärkerer Retail-Markt wäre von Vorteil, da dieser in der Vergangenheit für massive Kursausbrüche gesorgt hat. Er glaubt, dass der Bitcoin-Kurs langfristig nachhaltig steigen könnte, insbesondere wenn der Retail-Markt wieder anzieht.

Für detailliertere Informationen und eine ausführliche Analyse schau dir oben das vollständige Video von Robin an.

Jan-Eric Stehr Jan-Eric Stehr
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