Foto: Yee Hui Lau/Shutterstock
Wer einen Schritt zurücktritt und sich die Daten ansieht, erkennt laut dem Makro‑Analysten Julien Bittel von Global Macro Investor ein bemerkenswertes Phänomen an den Finanzmärkten.
Aktienmärkte, Kreditmärkte und andere risikoreiche Anlageklassen bewegen sich nahe ihren Rekordständen, während Bitcoin (BTC) deutlich hinterherhinkt. Das wirft eine grundlegende Frage auf: Wer preist die Realität falsch ein?
I posted this earlier in the week on @RealVision, but thought it was worth sharing here as well, just to give everyone something to think about.
If you step back and look at the data, something interesting is happening in markets right now…
When you line up liquidity with… pic.twitter.com/VNOO1elQ9r
— Julien Bittel, CFA (@BittelJulien) January 15, 2026
An den Finanzmärkten stimmt etwas nicht
Bittel vergleicht die Entwicklung der globalen Liquidität mit verschiedenen Märkten. Stellt man die Liquidität den Aktienmärkten gegenüber, ergibt sich ein stimmiges Bild: Aktien notieren hoch – genau das, was man in einem Umfeld erwarten würde, in dem reichlich Geld verfügbar ist.
Wendet man dieselbe Betrachtung auf Bitcoin an, entsteht jedoch ein Spannungsfeld. Bitcoin scheint einen Höhepunkt im Liquiditätszyklus einzupreisen, der laut den zugrunde liegenden Daten bislang noch gar nicht sichtbar ist.
„Beide können nicht gleichzeitig recht haben“, so Bittel. „Entweder ignorieren die Aktienmärkte die Liquiditätsrealität vollständig, oder Bitcoin signalisiert, dass der Liquiditätszyklus bereits gekippt ist und risikoreiche Anlagen vor einer Trendwende stehen.“
Letzteres hält er derzeit für weniger wahrscheinlich. Die harten Daten deuteten vielmehr darauf hin, dass die globale Liquidität ihren Höhepunkt noch nicht erreicht habe.
Die finanziellen Bedingungen seien relativ locker, die Kreditmärkte funktionierten reibungslos, und andere risikoreiche Vermögenswerte verhielten sich exakt so, wie man es in einem Umfeld steigender Liquidität erwarten würde. Bitcoin bildet hier die Ausnahme.
So lässt sich die Abweichung von Bitcoin erklären
Bittel führt diese Abweichung teilweise auf die Ereignisse rund um den 10. Oktober zurück, als eine starke Liquidationswelle die Stimmung am Kryptomarkt belastete. Dieser Schock könnte die Preisfindung vorübergehend verzerrt haben, sodass Bitcoin derzeit ein zu pessimistisches Szenario einpreist.
Besonders auffällig ist das Ausmaß der sogenannten „Excess‑Fear‑Gaps“ – der Kluft zwischen dem negativen Sentiment gegenüber Bitcoin und den vergleichsweise günstigen makroökonomischen und geldpolitischen Rahmenbedingungen.
Laut Bittel erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin‑Kurs zu einem späteren Zeitpunkt wieder zum übrigen Risikoumfeld aufschließt, sofern die Liquidität weiter zunimmt.
Damit wird 2026 zu einem entscheidenden Jahr. Die Debatte zwischen Optimisten und Pessimisten dreht sich letztlich um eine einzige Variable: die Richtung der globalen Liquidität. Steigt sie weiter, ist Bitcoin derzeit die Anomalie.
Dreht die Liquidität hingegen, hätte Bitcoin rückblickend recht behalten. Aktuell weist die Gesamtheit der Belege jedoch überwiegend in eine Richtung.
Beliebt: Krypto-Bots handeln automatisch für dich
Dein Krypto-Portfolio wachsen lassen, ganz ohne aktives Trading? Immer mehr Nutzer setzen auf automatisierte Krypto-Bots. Mit den kostenlosen Bots von OKX kannst du automatisiert am Kryptomarkt handeln. Einige Strategien erzielten in den letzten Wochen Renditen von über 190 % mit Ethereum oder XRP.
Natürlich garantieren Bots keine Gewinne, sie können aber eine sinnvolle Ergänzung deiner Trading-Strategie sein.
Extra: Melde dich noch heute für ein kostenloses OKX-Konto an und erhalte 20 € gratis Bitcoin.