Foto: Artit Wongpradu/Shutterstock
Bitcoin (BTC)-Fondsprodukte mussten am Mittwoch einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. Innerhalb nur eines Tages flossen 545 Millionen US-Dollar ab, umgerechnet rund 462 Millionen Euro.
Der Bitcoin-Kurs ist innerhalb einer Woche um mehr als 20 Prozent gefallen und liegt inzwischen unter der Marke von 70.000 US-Dollar.
Solche Beträge klingen schnell nach dem Beginn einer Flucht zum Ausgang – insbesondere in einer Phase, in der der Kurs unter Druck steht. Dennoch ist von Panik keine Rede. Die meisten Anleger bleiben investiert. Was passiert hinter den Kulissen?
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Kurz zusammengefasst
- Am Mittwoch kam es zu einem Nettoabfluss von 545 Millionen US-Dollar aus US-Bitcoin-Fonds.
- Seit dem Höchststand sind laut Analysten nur rund 6 Prozent des gesamten Fondsvermögens abgeflossen.
- Die Fonds verwalten gemeinsam weiterhin 93,5 Milliarden US-Dollar, auch wenn der Kapitalfluss in diesem Jahr per saldo negativ ist.
- Der Bitcoin-Kurs fiel innerhalb einer Woche um mehr als 20 Prozent.
Blutrote Woche am Kryptomarkt
Am Mittwoch zogen Anleger laut Daten von SoSoValue 545 Millionen US-Dollar aus Bitcoin-Fonds ab. Inzwischen liegt der Bitcoin-Kurs unter 70.000 US-Dollar.
Die Kryptowährung verlor in den vergangenen 24 Stunden mehr als 8 Prozent. Die gesamte Woche präsentiert sich tiefrot. Insgesamt flossen in dieser Woche 255 Millionen US-Dollar aus den Fonds ab.
Auch Fonds für andere Kryptowährungen zeigten ein ähnlich negatives Bild. Sowohl Ethereum (ETH)-, Solana (SOL)- als auch XRP-Börsenfonds verzeichneten Rekordabflüsse.
Der Bitcoin-Kurs in den vergangenen 24 Stunden. Quelle: CoinGecko.
Analysten sehen wenig Anlass zur Panik
Analysten von Bloomberg sehen keinen Grund zur Beunruhigung. Eric Balchunas, Senior-ETF-Analyst, weist darauf hin, dass die Mehrheit der Anleger investiert bleibt.
Seiner Einschätzung nach wurden seit dem Höchststand lediglich etwa 6 Prozent des gesamten Fondsvermögens abgezogen.
Facts. Only about 6% of the assets in the bitcoin ETFs have left (= 94% hanging tough), despite nasty 40% downturn and many being underwater. OGs on the other hand.. https://t.co/CUWyrZwlr1
— Eric Balchunas (@EricBalchunas) February 4, 2026
Auch sein Kollege James Seyffart zeigt sich laut einem Beitrag auf X gelassen. Auf dem Höhepunkt zogen die Fonds gemeinsam 63 Milliarden US-Dollar an Kapital an – ein Wert, der ihm Zuversicht gibt.
Balchunas betont zudem, dass der große Bitcoin-Fonds von BlackRock selbst dann, wenn er noch drei Jahre auf dem aktuellen Niveau verharren würde, weiterhin der schnellste Fonds aller Zeiten wäre, der die Marke von 60 Milliarden US-Dollar erreicht hat.
Kürzlich transferierte der Vermögensverwalter zudem Kryptowährungen im Wert von 365 Millionen Euro in Bitcoin und Ethereum an eine Kryptobörse.
Auch der breitere Kryptomarkt unter Druck
Die Abflüsse fügen sich in eine allgemeinere Schwächephase ein. Der Gesamtwert des Kryptomarktes ist in diesem Jahr um etwa 20 Prozent gesunken. Laut CoinGecko fiel die Marktkapitalisierung von rund 3 Billionen US-Dollar auf 2,5 Billionen US-Dollar.
Seit der Einführung der Fonds sind per saldo weiterhin 54,8 Milliarden US-Dollar zugeflossen.
Das sind zwar 13 Prozent weniger als auf dem Höchststand im Oktober des vergangenen Jahres, doch mit verwalteten Vermögenswerten von 93,5 Milliarden US-Dollar handelt es sich nach wie vor um eine enorme Summe.
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